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Photosensitivität ist im wissenschaftlichen Sinne eine übermäßige Empfindlichkeit für Licht, die im schlimmsten Falle ein normales Leben bei Tageslicht fast unmöglich macht.
Es kommt dabei zu einer außerordentlichen Reaktionsbereitschaft des Gehirns auf wechselnde Hell-Dunkel-Kontraste, wie sie zum Beispiel beim Fernsehen, beim Durchfahren einer baumbestandenen Straße bei Sonnenschein oder in einer Diskothek vorkommen. Eines der prominentesten Opfer dieser Krankheit, die auch Photosensibilität heißt, war Hannelore Kohl.
Was verbirgt sich hinter dieser Erkrankung, die oft durch eine Medikamentenunverträglichkeit ausgelöst wird und mit einer Vielzahl weiterer Krankheiten, wie zum Beispiel der leichter behandelbaren Photodermatitis, in Zusammenhang steht? Wieder einmal führt uns die Spurensuche zuerst zu www.wikipedia.org. Hier finden Sie unter dem Begriff „Photosensibilität“ die oben erwähnte Beschreibung und natürlich die Möglichkeit des Weiterklickens.
Ebenfalls bei Wikipedia gibt es Informationen unter dem Begriff „Polymorphe Lichtdermatose“, einer meist im Frühjahr oder Frühsommer auftretenden Hautreaktion des Körpers, die selbst durch geschlossene Scheiben auf die Haut wirkt und von Ihren Kunden nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Lichtdermatiker meiden die Sonne, da ihre Haut auf Sonne oder künstliches UV-Licht besonders empfindlich reagiert, nämlich mit Entzündungen, Bläschenbildung und Rötungen. Das bedeutet für einen Betroffenen eine komplette Umstellung seines Lebens. Auch der Netdoktor www.netdoktor.de gibt Auskunft. Suchen Sie dazu den Begriff „Gefährliche Sonne“.
Verschiedene Auslöser Die Lichtempfindlichkeit kann zum Beispiel durch Medikamenteneinnahme ausgelöst werden. Bei Hannelore Kohl wurde sie wohl durch die Einnahme von Penicillin hervorgerufen. Wer sich näher mit den zahlreichen Auslösern von phototoxischen und photoallergischen Reaktionen befassen will, kann dies im Archiv der Pharmazeutischen Zeitung tun. Geben Sie dazu auf www.pharmazeutischezeitung.de, „Archiv“, „Artikelsuche“ den Begriff „Photosensitivität“ ein und Sie finden einen sehr fundierten, ausführlichen Artikel zu den Mechanismen und Stoffgruppen, die diese Krankheit auslösen können.
ABDA Datenbank Meiden muss man auch das direkte Sonnenlicht nach Organtransplantationen. Schauen Sie dazu in die ABDA Datenbank bei den deutschen Fertigarzneimitteln unter Tacrolimus, einem Arzneimittel, das die Immunabwehrreaktion des neuen Organs unterdrücken soll. Wussten Sie schon, dass Sie in der ABDA Datenbank über 4000 Arzneimittel finden, bei deren Anwendung die Sonne gemieden werden muss? Sie finden diese Arzneimittel unter dem Hinweis W12 „übermäßige UV Strahlung (z.B. Solarium) ist zu meiden“. Klicken Sie sich dazu in Ihrer Warenwirtschaft über die „allgemeinen Hinweise oder Warnhinweise“ bis zum Thema.
Kostenloses Beratungstelefon Ihr Kunde und Sie kommen mit dieser Erkrankung nicht mehr weiter? Nennen Sie ihm doch mal die Telefonnummer des bundesweiten Beratungstelefons der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) 0800-0117722. Hier können sich Patienten Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr zu allen Gesundheitsfragen kostenlos beraten lassen. Diese Beratungsstelle ist unabhängig von Kassen, Herstellern und Leistungserbringern und bietet kompetente Unterstützung zu allen Gesundheitsfragen an.
Therapie Die Therapie der Lichtdermatose ist nicht eindeutig festzulegen, da es verschiedene Ausprägungen und Krankheitsverläufe gibt. Gute Erfolge werden jedoch damit erzielt, wenn die Betroffenen UV-Strahlung weitgehend meiden. Damit ist zwar eine Ursache schon einmal eliminiert. Allerdings ist das natürlich auch der schwierige Teil der Behandlung, da die Lebensqualität erheblich eingeschränkt wird und die Lebensfreude stark darunter leidet. In vielen Fällen kann man kurzfristig kortisonhaltige Cremes zum Auftragen auf die Haut verwenden. In schweren Fällen kann Kortison auch systemisch gegeben werden. Antihistaminika lindern in den meisten Fällen den Juckreiz oder helfen – innerlich verwendet – allergische Schübe zu bekämpfen. Lesen Sie dazu auch auf der Homepage www.onmeda.de unter dem Begriff „Sonnenallergie“ und bei www.mediz.info unter „Lichtallergie“.
Helfen Sie Ihren betroffenen Kunden, nicht zu verzweifeln, sondern das „Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 05/10 ab Seite 66.
Barbara Schulze-Frerichs, Ursula Tschorn
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