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Die Krankheit ist nicht heilbar, kann aber erfolgreich therapiert werden. Mittlerweile stehen Migräne-Patienten neue, wirkungsvolle und nebenwirkungsarme Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Migräne ist eine komplexe Krankheit, die circa 15 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer befällt. Neurologen verstehen unter Migräne attackenweise wiederkehrende Kopfschmerzen. Leidet Ihr Kunde „nur“ daran, so bezeichnet man diese Migräne als „Migräne ohne Aura“. Kommen jedoch Symptome wie Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Licht, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit meist vor den Kopfschmerzen hinzu, handelt es sich um eine Migräne mit Aura. Letzteres bezeichnet die Vorphase der Migräne. Daher gilt es, im Beratungsgespräch die Symptome genau abzufragen und einzustufen.
Einsteiger-Infos Auf der Webseite www.migraene-info.de finden Sie sehr ausführliche Informationen zu den unterschiedlichsten Erscheinungsformen mit Behandlungsmöglichkeiten und Links zu weiteren Migräne-Seiten.
Leitlinie Vier Fachgesellschaften im deutschsprachigen Raum haben gemeinsam einen wissenschaftlich fundierten Leitfaden zum Thema Migräne herausgegeben. Im Einzelnen sind dies die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG), Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Österreichische Kopfschmerzgesellschaft (ÖKSG), Schweizer Kopfwehgesellschaft (SKG). Die Leitlinie richtet sich an Ärzte, Apotheker und Patienten und hat das Ziel, die Qualität der Patientenversorgung durch wissenschaftlich begründete Empfehlungen zu verbessern. Sie trennt die Spreu vom Weizen, weil sie nur Therapien mit nachgewiesener Wirksamkeit empfiehlt.
Sie können sich über die Homepage des Verlages für Medizin und Naturwissenschaften Schattauer eine Zusammenfassung davon ansehen oder sich die komplette Leitlinie herunterladen. Gehen Sie dazu auf www.schattauer.de und suchen Sie nach „Migräne“. Oder Sie suchen zum Beispiel bei Google „Leitlinie Selbstmedikation bei Migräne“ und klicken dann auf den Link des Verlages, so kommen Sie zum Artikel und können ihn einfach herunterladen.
Selbsthilfe Geben Sie Ihren Kunden doch auch einmal ein paar Tipps zur Selbsthilfe. So finden Sie zum Beispiel unter www.migraeneliga-deutschland.de ein Migränemagazin, das man anfordern kann. Wird man Mitglied, ist dieses Magazin sogar kostenlos. Beim Forum Schmerz vom Deutschen Grünen Kreuz e.V., www.forum-schmerz.de, finden sich Informationen zu Entstehung, Ursachen und Symptomen der Migräne. Suchen Sie dazu unter „Patienten-Informationen“ beim Dropdown-Menü unter „Migräne“. Die Bedeutung einer richtigen Diagnose wird dabei hervorgehoben.
Außerdem werden die aktuellen medikamentösen Behandlungsstrategien und Möglichkeiten der Prophylaxe aufgezeigt. Betroffene erhalten eine Anleitung zur aktiven Vorbeugung durch Sport, Entspannung und andere verhaltenstherapeutische Methoden.
Kauft ein Kunde immer wieder Schmerzmittel bei Ihnen, sprechen Sie ihn doch mal darauf an, dass die ständige Anwendung von Schmerzmitteln langfristig zu Dauerkopfschmerzen führen kann. Bei Präparaten mit mehreren Inhaltsstoffen ist die Gefahr größer als bei Einzelpräparaten. Auch die spezifischen Migränemedikamente, die Triptane, können bei häufigem Gebrauch medikamenteninduziertes Kopfweh verursachen. Lassen Sie nichts unversucht und geben Sie Ihrem Kunden darüber hinaus Tipps, wie er sich vorbeugend ausgewogen ernähren kann. Tagebücher und Migränekalender sind auf der Seite der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) im Downloadbereich erhältlich unter www.dmkg.de/pat/pat07.html.
Migräneklinik und Kur Ein guter und hilfreicher Tipp für betroffene Kunden ist die Migräne- und Kopfschmerz-Klinik in Königstein im Taunus. Diese verfolgt einen ganzheitlichen Therapieansatz, bringt sehr viel Verständnis für ihn auf und schult darüber hinaus den Patienten. Informieren Sie sich dazu bei www.migraene-klinik.de.
Kur Kommt für Ihren Kunden eventuell eine Kur in Frage? Auch da gibt es Möglichkeiten, zum Beispiel in Bad Endbach. Diese Kur wurde 2007 mit dem deutschen Präventionspreis ausgezeichnet. Mehr Informationen dazu unter www.migraenekur.de . Auf der Seite finden Sie auch einen Link zu Migräne-Selbsthilfegruppen in Mittelhessen.
Spritziges zum Schluss Angeblich soll das als Faltenstraffer bekannte Nervengift Botulinumtoxin A (Botox) künftig ein möglicher Wirkstoff gegen chronische Migräne sein. Zwei Studien an insgesamt 1400 Patienten lassen hoffen, dass die Injektion kleiner Mengen in Kopf-, Gesichts- und Nackenmuskeln zur deutlichen Verbesserung des Leidens führt.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 04/10 ab Seite 58.
Barbara Schulze-Frerichs, Barb.SF@merope.de, Ursula Tschorn, ursula.tschorn@pharmazie.com
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