Fasten

Mehr als eine „Nulldiät“

Abbildung © Dušan Zidar / www.fotolia.com © Dušan Zidar / www.fotolia.com

Der Verzicht auf feste Nahrung ist eine große Chance zu einer ganzheitlichen Umstimmung. Damit diese Zeit komplikationslos verläuft, ist einiges zu beachten.

Beim Fasten geht es darum, alte und verhängnisvolle Verhaltensmuster zu erkennen und zu verändern. In ganz besonderem Maße betrifft das die Ess- und Konsumgewohn - heiten.

Häufige Ängste und Umstellungsreaktionen Viele befürchten, nach einem Tag ohne Nahrungsaufnahme „zusammenzubrechen.“ Diese Sorge ist ebenso verständlich wie ungerechtfertigt. Nahezu jeder Fastende verspürt nach der anfänglichen Umstellungsphase einen deutlichen Zuwachs an Kraft, da der Energieaufwand für die Verdauungsleistung entfällt. Während des Fastens muss durchaus mit Umstellungs- und Entgiftungsreaktionen gerechnet werden, denen man jedoch therapeutisch gut begegnen kann. Es kann zu Kopf-, Glieder-, Gelenk- und Muskelschmerzen kommen, zu anfänglicher Müdigkeit, Entzugserscheinungen (durch den Verzicht auf Kaffee, Zucker, Nikotin) oder anderen Unpässlichkeiten. Bei häufigerem Fasten wird die Umstellungsphase kürzer, weil sich der Organismus bereits innerhalb eines Tages auf die interne Energiezufuhr umstellt.

Fasten und Arbeit Fasten und Berufstätigkeit schließen sich nicht aus. Die Leistungsfähigkeit bleibt nicht nur erhalten, häufig steigt sie noch. Mäßige körperliche Belastungen wie Wandern, Radfahren, Schwimmen sind empfehlenswert, von Beschäftigungen mit hohem körperlichem Krafteinsatz ist für Erstfastende dringend abzuraten Da beim Fasten der Blutdruck etwas absinkt, sollten Frauen, die hiervon generell betroffen sind, besonders die anregenden Fastentipps beherzigen.

Verbote Auf Alkohol, Kaffee, Nikotin und andere Drogen, natürlich auf das Essen und anstrengende körperliche Arbeit sollte während des Fastens verzichtet werden.

Aufbau Nach Beendigung des Fastens muss der Aufbau langsam und mit sehr leichter Kost – ein halber Apfel, etwas Quark, eine Scheibe Knäckebrot – erfolgen.

Fastentipps Die Tagestrinkmenge sollte zwei bis drei Liter betragen, davon ruhig anderthalb Liter Kräutertee. Geeignete Stoffwechselkräuter sind Birkenblätter, Brennessel-, Hauhechel- und Löwenzahnkraut. Bereiten Sie eine Mischung zu gleichen Teilen zu und dosieren Sie einen Teelöffel auf einen Viertelliter Wasser. Überbrühen Sie die Kräuter und lassen den Tee zehn Minuten ziehen.

Kreislaufanregend wirken Rosmarinkraut (Zubereitung wie oben) oder Trockenbürstungen, leichte Gymnastik und Wandern. Für die Atemwege und den Darm ist eine Mischung aus Anis-, Fenchel- und Kümmelfrüchten empfehlenswert (Zubereitung wie oben). Das Mittagessen kann aus einem Glas Gemüsesaft oder einem Viertelliter Brühe aus gekochtem Gemüse bestehen. Falls doch ein großes Verlangen nach Süßem aufkommt, darf der Tee mit einem Löffel Honig gesüßt werden.

Biochemie Zur Unterstützung beim Fasten können auch folgende Schüßler Salze angewandt werden: Nr. 6 Kalium sulfuricum D6 für Regeneration und Entgiftung, Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 zur Entsäuerung und Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 zur Leberkräftigung. Die Creme Nr.11 Silicea D4 wirkt Bindegewebe kräftigend.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 02/10 auf Seite 52.

Werner Sperling, praxissperling@web.de

Stichworte: Fastenkur, Homöopathie, Schüssler Salze, Schüßler Salze, fasten

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