Schüßler Salze

Gut gerüstet gegen Infekte

Abbildung © Katarzyna Ceszczynska / www.fotolia.com © Katarzyna Ceszczynska / www.fotolia.com

In dieser Beitragsreihe stellen wir Ihnen biochemische Tipps für Ihr Beratungsgespräch vor. Welche Salze können Sie Ihren Kunden bei den typischen Erkältungsinfekten empfehlen?

Das Salz bei Infektbeginn ist die Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12. Es ist das Erstmittel bei allen Infekten und Entzündungen, die mit den klassischen Zeichen Schwellung – Rötung – Schmerz – Hitze einhergehen. Müdigkeit und Abgeschlagenheit, abendliche Verschlimmerung mit Hitze, Schüttelfrost und Gesichtsröte sind Hauptbeschwerden, oft entwickelt sich ein trockener Reizhusten. Als Dosierung empfiehlt sich im akuten Zustand die halb- bis stündliche Einnahme von zwei bis drei Tabletten. Bei Besserung und Restbeschwerden können dreimal täglich zwei Tabletten genommen werden. Vorteil der Nr. 3: In günstigen Fällen kann sie den Infektausbruch verhindern, ansonsten verkürzt das Salz die unangenehme stagnative Phase mit Reizhusten, Schwäche und Abgeschlagenheit. Ferrum phosphoricum kann mit Nr. 4 Kalium chloratum D6 sowie mit Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 kombiniert werden.

Das erste Salz für die Schleimhäute Wie bei vielen Kalisalzen hat auch die Nr. 4 Kalium chloratum D6 einen klaren Schleimhautbezug. Sie unterstützt die Sekretion der Schleimhäute und bringt den stagnativen Prozess ins Fließen. Das Sekret ist durch seinen Fibrinreichtum grau. Dementsprechend kann der Patient unter zähem Husten mit weißgrauem Sekret leiden, die Zunge ist oft weiß belegt. Nr. 4 ist ein bewährtes Mittel bei Heiserkeit und Schleimhautbelastungen, die zum Freiräuspern zwingen. Die Dosierung Nr. 4 lautet im akuten Stadium stündlich ein bis zwei Tabletten, subakut viermal täglich zwei Tabletten. Zusätzlich, bis die Krankheit überwunden ist, können dreimal täglich zwei Tabletten der Nr. 3 eingenommen werden.

Das zweite Salz für die Schleimhäute Das Beschwerdebild für Nr. 6 Kalium sulfuricum D 6 ist durch milde, gelb-grüne Sekretion gekennzeichnet, meist besteht ein produktiver Husten, der Organismus ist auf Überwindung, Reinigung, Ausscheidung und Regeneration ausgerichtet, bedient also die klassischen sulfurischen Themen. Die Dosierung ist moderat: Dreimal täglich zwei Tabletten – jetzt benötigt der Körper Ruhe für die Überwindung und das sulfurische Schleimhautsalz unterstützt ihn dabei. Nr. 6 ist auch überall dort angezeigt, wo der Organismus unangenehm riechende Sekrete absondert, also zum Beispiel bei Ohrfluss, Katarrhen allgemein oder Augenfluss im Verlauf einer Konjuktivitis.

Ein Salz bei Krampfhusten Zusätzlich zu den bronchienwirksamen Salzen Nr. 4 und Nr. 6 empfehlen wir bei starkem Krampfhusten mit Atemnot die Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6, da sie die glatte Muskulatur der Hohlorgane – und dazu zählen auch die Bronchien und Bronchiolen – entspannt und die Atmung erleichtert.

Nach überstandener Krankheit Das energiereiche Salz Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 stellt die Kräfte nach durchlaufenem Infekt wieder her. Die Dosierung beträgt je nach Zustand drei- bis viermal täglich zwei bis drei Tabletten.

Werner Sperling, praxissperling@web.de

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