SCHÜSSLER SALZE

Gesund durch den Winter

Abbildung © Angel_a / www.iStockphoto.com © Angel_a / www.iStockphoto.com

Herbst und Winter sind die Jahreszeiten der Atemwegsinfekte und Grippe-Epidemien. Schüßler Salze stärken das Immunsystem und helfen, unangenehme Beschwerden effektiv zu lindern.

Feucht-kaltes Wetter, ein ohnehin im Winter eher schwaches Immunsystem und die geballte Ladung Viren und Bakterien der Mitmenschen: Herbst und Winter fordern unser Immunsystem zu wahren Höchstleistungen heraus und nicht selten gewinnen die mikrobiellen Angreifer. Umso wichtiger ist es, die Kunden gerade jetzt zu Beginn der Kälteperiode anzuleiten, ihr Immunsystem „winterfit“ zu machen. Neben vollwertiger Ernährung und gezielter, sinnvoller Nahrungsergänzung stellen die Schüßler Salze als Betriebs- und Funktionsmittel des Mineralstoffhaushaltes einen wichtigen Baustein zur Stärkung der Abwehrkräfte dar. Das rechtzeitige und langfristige Einnehmen der Salze hilft, Erkältungen vorzubeugen und besser mit ihnen zurechtzukommen.

Universalmittel für die kalte Jahreszeit Das Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum ist das große und zentrale Akutmittel. Es ist oftmals in der Lage, eine beginnende Erkältung im Keim zu ersticken. Wird es bei den ersten Anzeichen einer Erkältung in fünfminütigen Abständen gelutscht, tritt bereits in der ersten Stunde eine deutliche Verbesserung der Befindlichkeit ein. Auch in der Temperatur ansteigende Fußbäder mit Nr. 3 Ferrum phosphoricum wirken wohl tuend. Hierzu löst man zehn Tabletten des Salzes in einer Schüssel mit 35° C warmem Wasser auf und steigert während der nächsten zehn Minuten die Temperatur bis auf 39° C. Anschließend sollte der Erkrankte noch ein wenig nachruhen.

Doch nicht nur zur Bekämpfung der ersten Krankheitszeichen ist dieses Mittel geeignet. Gemeinsam mit Nr. 8 Natrium chloratum und Nr. 10 Natrium sulfuricum mit jeweils sieben Tabletten täglich kann es als Immun-Kur für die komplette Dauer von Herbst und Winter eingenommen werden.

Betriebsmittel für die Schleimhäute Nr. 8 Natrium chloratum ist auch ein wichtiges „Kältemittel“. Durch trockene Heizungsluft in den Wohnräumen und ebenfalls trockene und kalte Luft draußen sind die Schleimhäute von Hals, Nase und Rachen im Winter chronisch trocken. Dies bereitet Krankheitserregern den Weg und leistet ihrer sprunghaften Vermehrung Vorschub. Neben der Feuchthaltung der Schleimhäute durch Anfeuchten der Raumluft und Benetzung mittels salzhaltiger Nasensprays, kann man mit sieben Tabletten Nr. 8 Natrium chloratum die Schleimhäute täglich von innen befeuchten und so der Austrocknung wirksam vorbeugen.

Drei Tabletten können auch in zehn Milliliter isotonischer Kochsalzlösung aufgelöst und in eine Nasensprühflasche abgefüllt werden. Die Tablettierhilfsstoffe können zuvor abfiltriert werden. So wird die befeuchtende Wirkung des Kochsalzes optimal unterstützt und man kann den Kunden empfehlen, dieses speziell angefertigte Spray während der gesamten Heizperiode zu verwenden. Die Haltbarkeit nach Zubereitung beträgt maximal zwei bis drei Wochen.

Virale Angriffe Dagegen schützt man sich am wirkungsvollsten mit Nr. 10 Natrium sulfuricum und Nr. 21 Zincum chloratum. Durch die Einnahme von 10 bis 15 Tabletten Nr. 10 Natrium sulfuricum kann sogar bei einer echten Virusgrippe die Entgiftung und Ausscheidung der Krankheitserreger effektiv unterstützt werden. Gleichzeitig wird auch die Tätigkeit des Darmes angekurbelt, der ja ein bedeutender Pfeiler unseres Immunsystems ist.

Zink wirkt grobstofflich eingenommen antiviral. Es wird daher all gemein empfohlen, im Herbst und Winter täglich Zink zu ergänzen. Von einer unkritischen, zu lange andauernden und zu hoch dosierten Zinksubstitution ist allerdings abzuraten, da der Zinkstoffwechsel unmittelbar mit dem Eisenstoffwechsel zusammenhängt und ein Zuviel an Zink fast immer ein Zuwenig an Eisen nach sich zieht. Möglich ist stattdessen die tägliche Gabe von fünf bis sieben Tabletten Nr. 21 Zincum chloratum, welches dem Körper hilft, das mit der Nahrung aufgenommene Zink besser zu verwerten.

Als Eigenrezeptur können Sie Ihren Kunden ein Halsspray anbieten, welches bei den ersten Anzeichen einer Erkältung in den Hals- und Rachenbereich gesprüht wird. Bestandteile sind Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 10 Natrium sulfuricum und Nr. 21 Zincum chloratum. Mit jeweils zwölf Tabletten werden diese Mineralstoffe in etwa 90 Milliliter Wasser aufgelöst und anschließend die trübenden Tablettierhilfsstoffe, wie ungelöste Laktose, unbedingt abfiltriert. Nun füllt man mit 96-prozentigem Ethanol auf 100 Milliliter auf und füllt die Lösung in eine braune Glasflasche mit Sprühkopf. Das Spray kann vier Wochen lang verwendet werden. Auch bei immer wiederkehrenden Infekten oder häufigem Kontakt mit bereits erkrankten Personen kann dieses Halsspray zum Einsatz kommen.

Entzündungsmischung Zu guter Letzt sei noch die vielleicht schon gut bekannte Mischung erwähnt, die – richtig angewendet – die Erkrankungsdauer verkürzen und die Ausheilung verbessern kann. Die erste Entzündungsphase, also die Zeit ab dem Auftreten der ersten Symptome bis zur Erkältung im Vollbild, wird begleitet durch Nr. 3 Ferrum phosphoricum. Daran schließt sich Salz Nr. 4 Kalium chloratum an, das für die Entgiftung über die Drüsen sorgt, wenn die Erkältung mit allen ihren Sekretionsvorgängen in volle Blüte steht. Eine Fortführung der Einnahme von Nr. 3 ist zusätzlich auch in dieser Phase immer noch sinnvoll.

Klingen die Beschwerden ab, wechselt man auf Nr. 6 Kalium sulfuricum, dem Mineralstoff für die Tiefenreinigung und Ausheilung. Er ist wichtig für die Sauerstoffübertragung der Zellen und unterstützt die entgiftende Funktion der Leber. Dort gespeicherte, belastende Giftstoffe werden gelöst und über den Darm abtransportiert. Es ist sinnvoll, die Gabe von Nr. 6 Kalium sulfuricum durch den Zusatz von Nr. 10 Natrium sulfuricum zu unterstützen, da das Schüßler Salz Nr. 10 die Ausleitung der gelösten Gifte über den Darm anregt. So versorgt kann der kalten Jahreszeit der Erkältungsschrecken sicher weitgehend genommen werden

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 11/09 ab Seite 58.

Tanja Sinzig-Huskamp, tanja.sinzig@gmx.net

Stichworte: Erkältungen, Ferrum phosphoricum, Homöopathie, Kalium chloratum, Kalium sulfuricum, Mineralsalze, Mineralsalze nach Dr. Schüßler, Mineralstoffe nach Dr. Schüßler, Nasenschleimhaut, Nasenspray, Natrium chloratum, Natrium sulfuricum, Schleimhaut, Schüssler Salze, Schüßler Salze, Zincum chloratum

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