Komplexhomöopathie

Hilfe bei Rheuma

Abbildung © Oleg Prikhodko / www.iStockphoto.com © Oleg Prikhodko / www.iStockphoto.com

Schmerzende und steife Gelenke sind häufige Symptome rheumatischer Erkrankungen. Neben der konventionellen Therapie gibt es bewährte naturheilkundliche Ansätze.

Rheuma ist ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für etwa 400 verschiedene Erkrankungen des Bindegewebes und des Bewegungsapparates. Das Wort entstammt dem Griechischen (rheo bedeutet ziehen, fließen) und verweist auf die ziehenden, wandernden Schmerzen, die oft bei Wetterwechsel oder anderen klimatischen Einflüssen auftreten.

Da es „das Rheuma“ nicht gibt, spricht man korrekterweise von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Im Wesentlichen werden die Krankheitsformen unterteilt in den entzündlichen Rheumatismus, wie die primär chronische Polyarthritis (PCP) oder Morbus Bechterew, und den nichtentzündlichen, degenerativen Rheumatismus, wie Arthrose, degenerative Bandscheibenerkrankungen oder Osteoporose. Außerdem kennt man Weichteilrheumatismus mit und ohne Entzündungsreaktionen. Hierzu zählen Schleimbeutelentzündungen, Sehnenreizungen sowie Muskel- und Bindegewebsschmerzen.

Viele Ursachen  In den 50er Jahre waren Verschleißerscheinungen an Wirbelsäule, Knieund Hüftgelenken hauptsächlich auf körperliche Überbelastungen zurückzuführen. Heute spielen zivilisatorische Einflüsse wie Fehlernährung, Fehlhaltungen und Bewegungsmangel eine weitaus größere Rolle. Auch Autoimmunerkrankungen, die die volle Schlagkraft des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe richten, sind auf dem Vormarsch. Ein besonderes Problem der heutigen Zeit ist die Überlastung des Körpers mit Säurebildnern, wie zum Beispiel der Harnsäure.

Risikofaktor Harnsäure  Hohe Konzentrationen im Blut verursachen kleine Verletzungen an den Gefäßinnenwänden. Sie werden rauer und damit anfälliger für arteriosklerotische Ablagerungen. Das Risiko dafür steigt mit erhöhten Blutfettwerten, die entweder ernährungsbedingt oder die Folge einer Leberfunktionsschwäche sind. Weiterhin mindert der hohe Blutharnsäuregehalt die Fließfähigkeit des Blutes. Die Erythrozyten neigen zum Verkleben, werden starr und können die feinen Kapillargefäße nicht mehr passieren, denn viele Kapillaren sind im Querschnitt kleiner als ein Erythrozyt.

Bereits ein geringer Abfall des Blut-pH-Wertes mindert die Elastizität und damit die Fähigkeit zur Formveränderung eines roten Blutkörperchens. Folge: Es kann sich nicht mehr den sehr viel kleineren Kapillarquerschnitten anpassen – es kommt zu Durchblutungsstörungen.

Komplexhomöopathika  Diese wertvollen therapeutischen Hilfen bei vielen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises können gut mit anderen Therapien kombiniert werden.

Im breiten Angebot homöopathischer Einzelkomponenten haben sich die folgenden arzneilich wirksamen Bestandteile besonders bewährt: Acidum benzoicum Trit. D3: Rheumatische, gichtige und degenerative Gelenkerkrankungen mit großer Schmerzhaftigkeit. Acidum silicicum Trit. D3 (= Silicea): Chronische Entzündungen der Knochen und Gelenke; vererbter Rheumatismus. Ammonium phosphoricum Trit. D2: Gicht mit Knötchen an den Gelenken; chronische Ablagerungen von Uraten; Verformung der Gelenke. Colchicum autumnale Trit. D4: Akute und chronische Gicht; akuter Gelenkrheumatismus; reißende Schmerzen der roten, heißen und geschwollenen Gelenke. Kalium iodatum Trit. D4: Weichteilrheumatismus; Rheumatismus der Knie mit Erguss; Arthritis. Lithium carbonicum Trit. D3: Gicht; Nierenleiden bei vermehrter Harnsäure im Blut; rheumatische Erkrankungen, besonders der kleinen Gelenke.

Krankheitszeichen für ein Komplexpräparat mit diesen Bestandteilen sind entzündliche Gelenkerkrankungen (Arthritis), Gelenkrheumatismus und schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Gelenke, Gelenk- und Nervenschmerzen, Weichteilrheumatismus, Gicht sowie Wetterfühligkeit und Verschlimmerung bei Wetterwechsel

Schüßler Salze  Zur Entlastung des Gewebes von eingelagerten sauren Metaboliten eignet sich Nr. 9 Natrium phosphoricum D6. Das Lebermittel Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 verbessert die Ausscheidung von Stoffwechselschlacken wirkungsvoll. Hilfreich bei erhöhten Harnsäurewerten und bei Gelenkrheumatismus der kleinen Gelenke ist Nr. 16 Lithium chloratum D6. Mehr Infos zum diesem Thema finden Sie unter www.pflueger.de.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 09/09 ab Seite 64.

Werner Sperling, praxissperling@web.de

Stichworte: Acidum benzoicum, Acidum silicicum, Ammonium phosphoricum, Colchicum autumnale, Durchblutung, Harnsäure, Kalium iodatum, Komplexhomöopathika, Lithium carbonicum, Lithium chloratum, Natrium sulfuricum, Rheuma, Schüßler Salze, Silicea

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