Schüßler Salze

Insektenstiche

Abbildung © Denise Kappa / www.istockphoto.com © Denise Kappa / www.istockphoto.com

Lästige Stiche von Bienen, Wespen und Mücken – hier können Schüßler Salze eine wirkungsvolle Alternative und Unterstützung zu klassischen Antihistaminika sein.

Leckeres Eis und Schwimmbadbesuche sind die wonnigen Seiten des Sommers. Doch wenn spätestens mit der Pflaumenernte die Wespen Einzug halten und die Mückenplage die Nachtruhe zu rauben droht, ist es vorbei mit der Freude. Juckreiz, schmerzhafte Schwellungen, entzündete Stichstellen und im schlimmsten Fall sogar dramatische allergische Reaktionen sind die Folge. Schüßler Salze können hier wirkungsvoll die lästigen Symptome lindern. Nicht nur die innerliche, auch und gerade die äußere Anwendung sollte in die Empfehlung mit einbezogen werden.

Rötungen und Schwellungen  werden durch das Funktionsmittel Nr. 8 Natrium chloratum effektiv gebessert. Neben der sofortigen inneren Anwendung sollte auch umgehend nach dem Stich oder Biss ein Brei direkt auf die Haut aufgetragen werden. Hierzu löst man zehn Tabletten des Mittels mit wenig Wasser in der Handinnenfläche an und trägt den so entstehenden Brei gleichmäßig auf. Bei Bedarf kann die Behandlung jederzeit wiederholt werden.

Sollte beispielsweise die komplette Extremität – also Arm oder Bein – rot und heiß werden, empfehlen sich eher Waschungen und Umschläge mit einer Lösung. 20 bis 30 Tabletten werden in diesem Fall einfach in kühlem Leitungswasser aufgelöst und ein sauberes Baumwolltuch oder eine Gazekompresse mit dieser gut durchtränkt. Die Gaze wird nun auf die betroffenen Areale aufgelegt und mindestens 15 Minuten dort belassen. Mehrfache Wiederholungen sind auch hier möglich.

Entzündete Insektenstiche  können durch entsprechende Breiumschläge oder Kompressen mit Nr. 3 Ferrum phosphoricum positiv beeinflusst werden. Das Pochen und Brennen, häufige mit der Entzündung einhergehende Symptome, werden schnell gelindert und der Verlauf verkürzt sich.

Störenden Juckreiz  bekämpft man am wirkungsvollsten mit einer Einnahmemischung aus Nr. 7 Magnesium phosphoricum und Nr. 10 Natrium sulfuricum. Jeweils 10 bis 15 Tabletten sollten über den Tag verteilt gelutscht oder in Wasser aufgelöst schluckweise getrunken werden.

Überschießende allergische Reaktionen  Bei einer generellen Neigung dazu sollte die prophylaktische, längerfristige Einnahme von Nr. 2 Calcium phosphoricum zusammen mit Nr. 8 Natrium chloratum über mindestens sechs Monate erfolgen. Auch kann diese Mischung als Nachbehandlung bei Insektenstichen und allergischen Hauterscheinungen aller Art sowie nach Sonnenbränden für 10 bis 14 Tage eingenommen werden. Beide Salze tragen in der Kombination entscheidend zur Regeneration der Haut und zur Zellerneuerung bei.

Äußere Anwendung  Für alle Kunden, die eine sanfte, aber doch wirkungsvolle Creme-Alternative zu den herkömmlichen, juckreizlindernden Gels und Salben wünschen, kann eine Eigenrezeptur mit den Salzen Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr. 3 Ferrum phosphoricum und Nr. 8 Natrium chloratum hergestellt werden. Wegen der kühlenden Eigenwirkung der Grundlage eignet sich hervorragend das Linimentum Aquosum N SR. Die Grundlage selbst ist bereits mit Kaliumsorbat konserviert und hält sich so, trotz des hohen Wassergehaltes, mindestens zwei Monate in Tube oder Drehdosierkruke.

Bewährt hat sich das Auflösen der drei Funktionsmittel mit jeweils sieben Tabletten in etwas Wasser, anschließendem Abfiltrieren des Milchzuckers und der Tablettierhilfsstoffe und Einarbeiten der Lösung in die Grundlage ad 30,0.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 08/09 auf Seite 52.

Tanja Sinzig-Huskamp, tanja.sinzig@gmx.net

Stichworte: Aquosum N SR, Calcium phosphoricum, Dr. Schüßler, Ferrum phosphoricum, Homöopathie, Insektenstiche, Magnesium phosphoricum, Mineralsalze, Natrium chloratum, Schüssler Salze, Schüßler Salze

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