Komplexhomöopathie: Magenprobleme

„Reizende” Aussichten

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Sommerzeit, Urlaub, Gartenpartys mit leckerem Grillfleisch und Alkohol – lesen Sie, wie Sie Ihren Magen mit Hilfe der Komplexmittelhomöopathie bei Laune halten!

Wenn einem das Wasser im Mund zusammenläuft … was der Volksmund so anschaulich beschreibt, bezeichnet die medizinische Wissenschaft als kephalische Phase: Beim Anblick und Geruch von leckerem Essen sorgt das Zentralnervensystem dafür, dass zunehmend Speichel sowie auch Magensaft gebildet werden. Es ist die Vorbereitung und Einstimmung auf die in Kürze anstehende Verdauungsarbeit bei der Nahrungsaufnahme. In dieser gastrischen Phase setzen Dehnungsreize in der Magenwand das Gewebshormon Gastrin frei, Salzsäure wird verstärkt ins Mageninnere abgegeben.

Eine Reihe angenehmer „Hilfsmittel“ unterstützt diesen Vorgang, wie zum Beispiel der Aperitif vor dem Essen, das Gläschen Schnaps danach oder der Verdauungskaffee – sie alle fördern die Bildung von Gastrin und Salzsäure und steigern die Ausschüttung von Verdauungsenzymen. Magenreizstoffe können bei entsprechender Disposition die Belegzellen zu erhöhter Salzsäureausschüttung anregen. Ein bekanntes Beispiel dafür sind die Röststoffe im Kaffee, doch auch viele andere Substanzen können magenreizend wirken: Süßigkeiten, Alkohol, Nikotin, scharf Gegrilltes oder Gebratenes, pikante Saucen oder Gewürze.

Leicht summieren sich solche Reizfaktoren und bringen den Magen in Not. Die erhöhte Salzsäure wird zum potenziellen Risiko für die Magenschleimhaut, besonders, wenn die schützende Schleimschicht unzureichend ist. Das ist sehr oft bei Minderdurchblutungen der Magenschleimhaut der Fall. Dann wird ihre dünne Schutzbarriere durchbrochen und die Magenwand ist dem Säureeinfluss ausgesetzt. In der Folge entstehen Magenschmerzen, Reizungen der Magenschleimhaut, Übelkeit und Ulzerationen in der Magenwand.

Einfluss Psyche Magenbeschwerden haben aber bekanntlich auch eine deutlich psychosomatische Komponente, denn vielen Menschen schlagen Hetze, Stress und Ärger auf den Magen. Dies kann dazu führen, dass die Durchblutung der Magenschleimhaut vermindert ist. Besonders nachteilig sind bei vegetativ empfindlichen Menschen Störfaktoren wie emotionale Belastungen, Zeitdruck, Arbeitsüberlastung, Mangel an Ruhephasen und Mehrfachbelastungen im weitesten Sinne.

Risiken ausschließen Bösartige Magenerkrankungen verlaufen anfangs häufig symptomarm und ohne richtungsweisende Beschwerden. Daher ist bei unklaren, chronischen Leiden immer eine Magenspiegelung zur Ursachenabklärung dringend notwendig! Komplexhomöopathika War es von allem Guten doch einfach ein bisschen zu viel, zu schnell und zu gehetzt, so zeigen sich gut gewählte homöopathische Komplexmittel als wirkungsvolle Helfer: Carbo vegetabilis Dil. D11: Von Flatulenz begleitete Dyspepsie; Diarrhöen mit Druckschmerzen des Abdomens; allgemeine Erschöpfung.

Colocynthis Dil. D5: schneidende, quälende Koliken und Meteorismus; Lycopodium clavatum Dil. D 11: Saures Aufstoßen und Erbrechen; starke Blähungen, besonders nach stärkehaltigen Nahrungsmitteln; Verstopfung; Momordica balsamina Dil. D2: Überblähung mit Zwerchfellhochstand; Herzenge und Atemnot; linksseitige, festsitzende Blähungen mit kneifenden Kolikschmerzen; Stibium sulfuratum nigrum Dil. D11: Magenschleimhautentzündung; Übelkeit; Erbrechen; Strychnos nux vomica Dil. D4: Magenkrämpfe, Übelkeit, besonders nach Diätfehlern. Sie wirken ausgleichend und entspannend, verbessern die Leistung der Verdauungsorgane, entlasten und stärken den Magen und lösen schmerzhafte Krämpfe. Damit unterstützen sie den Heilungsprozess bei Gastritiden.

Krankheitszeichen für ein solches Medikament sind:

  • schmerzhafte Magenreizungen mit Übelkeit und Erbrechen (oft nach Diätfehlern) 
  • Magen- und Darmkrämpfe
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Übersäuerung
  • Sodbrennen
  • saures Aufstoßen.

Schüßler Salze Bei Magenkrämpfen kann sowohl Nr. 7 Magnesium phosphoricum (D6) als auch Nr. 19 Cuprum arsenicosum (D6) eingesetzt werden. Nr. 3 Ferrum phosphoricum (D12) wirkt gegen Schleimhautentzündungen, während Nr. 9 Natrium phosphoricum (D6) sich bei Sodbrennen bewährt hat. Mehr Infos zum Thema finden Sie unter www.pflueger.de.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 07/09 ab Seite 62.

Werner Sperling, Heilpraktiker

Stichworte: Carbo vegetabilis, Colocynthis, Cuprum arsenicosum, Ferrum phosphoricum, Komplexhomöopathie, Lycopodium clavatum, Magen, Magenbeschwerden, Magenschleimhaut, Magnesium phosphoricum, Natrium phosphoricum, Reizmagen, Schüßler Salze, Stibium sulfuratum nigrum, Strychnos nux vomica

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