Forschung Medizin

Angstauslöser entdeckt

Wie ängstlich oder mutig ein Mensch ist, hängt unter anderem von bestimmten Abläufen im Gehirn ab.

Foto: © Andreas Franke / www.fotolia.com
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Feigling oder Held? Ein Wissenschaftlerteam unter Beteiligung von Prof. Dr. Gerhard Gründer, Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Experimentelle Neuropsychiatrie der RWTH Aachen, konnte zeigen, dass bei ängstlichen Menschen eine hohe Dopaminkonzentration im Bereich der Amygdala vorliegt.

Dieser „Mandelkern“ liegt im Schläfenlappen unterhalb der Hirnrinde. Geschürt oder reduziert wird das Angstgefühl zudem durch einen mehr oder weniger intensiven Austausch dieses Gehirnbereichs mit dem anterioren Cingulum, einem Teil des limbischen Systems, das unter anderem für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist. „Die Erkenntnis, dass Dopamin als Angstauslöser fungiert, ist fundamental neu“, erklärt der Aachener Wissenschaftler. Bisher sei dieser Botenstoff – im Volksmund auch Glückshormon genannt – dafür bekannt, bei freudigen Erwartungen eine Rolle zu spielen.

Quelle: Dopamine in amygdala gates limbic processing of aversive stimuli in humans. T. Kienast, A. R. Hariri, F. Schlagenhauf, J. Wrase, P. Sterzer, H. G. Buchholz, M. N. Smolka, G. Gründer, P. Cumming, Y. Kumakura, P. Bartenstein, R. J. Dolan, A. Heinz. Nature Neuroscience 11, 1381 – 1382. www.rwth-aachen.de

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 02/09 auf Seite 10.

Stichworte: Amygdala, Angst, Angstauslöser, Dopamin, Forschung, Forschung Medizin, Gehirn

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