Porträt

Der die Viren durchschaut

Foto: © Gero Breloer/www.picture-alliance.com
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Als er den Anruf aus Stockholm erhielt, dass er den diesjährigen Nobelpreis für Medizin gewonnen habe, verbrachte der bereits emeritierte Harald zur Hausen einen ganz normalen Tag am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

Der deutsche Virologe Harald zur Hausen wird die höchste aller wissenschaftlichen Auszeichnungen im Dezember gemeinsam mit zwei französischen Forschern, Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier, in Stockholm entgegennehmen. Ihm gelang vor 25 Jahren die Entdeckung, dass Papillomviren Gebärmutterhalskrebs bei Frauen auslösen können. Eine Krankheit, gegen die es seit letztem Jahr auch in Deutschland eine Impfung gibt.

Der Nobelpreis ist nicht die erste Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen: Ihm wurden bereits zahlreiche nationale und internationale Ehrungen zuteil, darunter der Robert Koch-Preis, der Jung-Preis, der Charles S. Mott-Preis der General Motors Cancer Foundation sowie der Warren Alpert Prize der Universität Harvard. Er trägt das Bundesverdienstkreuz und hat sieben Ehrendoktortitel. Er ist Mitglied vieler Akademien und Forschungseinrichtungen und Mitherausgeber zahlreicher Journale.

Margit Schlesinger-Stoll

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 12/08 ab Seite 58.

Margit Schlesinger-Stoll

Stichworte: Gebärmutterhalskrebs, Harald zur Hausen, Nobelpreis, Papillomviren, Porträt

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