![]() |
| Foto: Roman Milert/www.fotolia.de |
Allem Spaß und Feiern zum Trotz: Als „Volksdroge Nr. 1” bleibt Alkohol diejenige, die (nach dem Rauchen) die meisten Gesundheitsschädigungen mit sich bringt: Mehr als 74 000 Deutsche sterben jedes Jahr an den unmittelbaren Folgen des Konsums, zusätzlich kommen mehrere Hundert bei Unfällen ums Leben, bei denen Alkohol im Spiel war. Gut 1,7 Millionen Deutsche gelten als abhängig. Sie sind nicht mehr in der Lage, ihren Alkoholkonsum zu steuern und somit behandlungsbedürftig krank.
Spiritualität statt Spiritus
Bis zum Jahr 1935 waren Alkoholabhängige Leute, die man heilen wollte, aber deren Verlangen nach der Droge man nicht einmal zum Stillstand bringen konnte. „Warum das so war und wie jemand vom Alkohol loskommen könnte, wusste man nicht“, schreibt die in der Suchtprophylaxe tätige Pädagogin Ursula Lambrou in ihrem Buch „Familienkrankheit Alkoholismus“.
Dann gründeten sich in den USA die „Anonymen Alkoholiker“. Zu dieser weltweiten Gemeinschaft haben sich Männer und Frauen zusammengeschlossen, die miteinander ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen, um ihr gemeinsames Problem zu lösen und anderen zur Genesung vom Alkoholismus zu verhelfen. Die einzige Voraussetzung zur Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören. Mit der Verbreitung dieser und ähnlicher Selbsthilfegruppen wuchs allmählich das Wissen über die Alkoholkrankheit. 08/08
Rosemarie Kappler
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA in der Apotheke 08/08 ab Seite 41.
Rosemarie Kappler
Stichworte: Abhängigkeit, Alkohol, Alkoholabhängigkeit, Alkoholismus, Alkoholkonsum, Alkoholsucht, Disulfiran, Entzug, Sucht, Trinker