Die Firma Valeant Pharmaceuticals ersetzt das Narbentherapeutikum Dermatix® NA seit dem 25. Januar durch Dermatix® Ultra mit neuer Silikontechnologie und optimierter Rezeptur. Das im Handel befindliche bisherige Präparat kann weiterhin abverkauft werden.
Hennig Arzneimittel GmbH & Co. KG meldet, dass Lisi-Hennig® 5/10/20 mg Tabletten seit Januar mit geänderter Packungsgröße im Handel sind. Die Packungsgröße N2 ist jetzt mit 60 statt 50 Tabletten, N3 dafür mit 90 statt bisher 100 Tabletten bestückt. Die Vorgänger können weiterhin abverkauft werden. Eine Rücknahme ist nicht vorgesehen.
Die Thomae-Vertriebslinie der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH bietet seit diesem Jahr Thomapyrin® MEDIUM Tabletten neu in der Thomapyrin-Schmerzmittel-Reihe an. Mit der Zusammensetzung von 400 mg Paracetamol und 50 mg Coffein pro Tablette wird gegenüber der klassischen Thomapyrin® Tablette die Paracetamoldosierung verdoppelt, dafür auf Acetylsalicylsäure als Schmerzmittel verzichtet. In einer Packung sind 21 Tabletten enthalten.
Novartis Consumer Health hat mit Voltaflex® Glucosaminhydrochlorid 750 mg Filmtabletten seit Januar ein Monopräparat zur Linderung von Symptomen leichter bis mittelschwerer Arthrose des Kniegelenks auf dem Markt. Es enthält 625 mg Glucosamin und ist in Packungsgrößen mit 60 und 180 Stück erhältlich.
Am 21. Dezember 2007 erfolgte die Zulassung des HIV-Präparates Raltegravir in der EU. Der unter dem Handelsnamen Isentress® von MSD vertriebene Wirkstoff gehört zur Klasse der Integrase-Inhibitoren. Er hemmt das viruseigene Enzym HIV-Integrase, wodurch die HIV-DNA nicht in die menschliche DNA eingebaut werden kann. Isentress® wurde zugelassen zur Behandlung von Patienten mit HIV1-Infektion, bei denen andere HIV-Medikamente versagt haben. Die Dosierung beträgt zweimal 400 mg täglich.
Mitte Dezember 2007 hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA für das auch in Deutschland als Kontrazeptivum in vielen frei verkäuflichen Cremes, Gelen, Verhütungszäpfchen und -schäumen enthaltene Nonoxinol-9 neue Warnhinweise vorgeschrieben. Vor allem bei regelmäßiger Anwendung kann das Spermizid die Vaginal- und Rektumschleimhaut reizen und verletzen. Dadurch steigt das Risiko, sich beim Geschlechtsverkehr mit dem HI-Virus oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren.
Das seit Mai 2007 unter dem Handelsnamen Byetta® vertriebene Antidiabetikum Exenatid, erster Vertreter der Inkretinmimetika, kann möglicherweise in Einzelfällen eine akute Pankreatitis auslösen, wie die Firma Eli Lilly informiert. Die Fachinformation von Byetta® wird entsprechend aktualisiert. Patienten, die Byetta® verschrieben bekommen, sollten über die charakteristischen Symptome einer akuten Pankreatitis, wie anhaltende, starke Bauchschmerzen, die ausstrahlen und von Erbrechen begleitet sein können, informiert werden.
Mit Testopatch® führt das Unternehmen Pierre Fabre Pharma GmbH seit 15. Dezember 2007 ein neuartiges Transdermalpflaster für die Substitutionstherapie bei nachgewiesenem männlichen Testosteronmangelsyndrom ein. Ein transdermales Pflaster von 30/45/60 cm2 enthält 15/22,5/30 mg Testosteron und setzt 1,2/1,8/2,4 mg Testosteron in 24 Stunden frei. Im Gegensatz zu bisherigen Testosteronreservoirpflastern befindet sich das Hormon direkt in der Klebefläche des Pflasters.
Die europäische Arzneimittelagentur EMEA hat am 3. Dezember 2007 die vorläufige Zulassung für Vectibix® (Panitumumab) erteilt, wie die Amgen GmbH mitteilt. Der vollständig humanisierte Antikörper ist eine neue palliative Therapieoption und als Monotherapie nach Versagen einer Standardchemotherapie bei einem metastasierten kolorektalen Karzinom indiziert, das den epidermalen Wachstumsfaktor (EGFR) bildet und ein nicht mutiertes K-Ras-Gen aufweist. Vorteile sollen insbesondere die bessere Verträglichkeit, eine vereinfachte Anwendbarkeit und die reduzierte Komplikationsrate sein.
Risperidon STADA® wird seit Mitte Dezember 2007 als teilbare Filmtablette in den Dosierungen 0,25 mg, 0,5 mg, 1 mg, 2 mg, 3 mg, 4 mg, 6 mg, 8 mg, jeweils in den Packungsgrößen 20 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) und als Lösung in der Dosierung 1 mg/ml in den Packungsgrößen 30 (N1) und 100 ml (N3) angeboten. Das Antipsychotikum zur Behandlung schizophrener oder demenzbedingter Psychosen ist bioäquivalent zum Original Risperdal® 1 mg Filmtabletten.
Die Firma Nycomed hat bei der europäischen Arzneimittelagentur EMEA die Zulassung für ein Fentanyl-Nasenspray beantragt. Das Opioid soll in dieser Applikationsform bei Krebspatienten mit Opioidgrundtherapie zur Behandlung von Durchbruchschmerzen zum Einsatz kommen. Diese treten ganz plötzlich auf, erreichen innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt und klingen nach etwa einer halben Stunde wieder ab.
Seit 15. Oktober 2007 befindet sich Yondelis® (Trabectedin) der spanischen Firma Pharma Mar auf dem deutschen Markt. Es handelt sich um ein neues, als Infusionslösung verabreichtes Alkaloid-Zytostatikum zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem beziehungsweise metastasiertem Weichteilsarkom. Es sollte angewendet werden, wenn diese Patienten auf die Behandlung mit Anthracyclinen oder Ifosfamid nicht mehr ansprechen.
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