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| Foto: www.naturganznah.com |
Kürzlich publizierte das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) auf seiner Homepage eine sehr ausführliche Stellungnahme zur Einschätzung von Präparaten, in denen Isoflavone angereichert sind (www.bfr.bund.de/cm/208/isolierte_isoflavone_sind_nicht_ohne_risiko.pdf). Derartige Produkte, die meist Extrakte aus Soja und Rotklee enthalten, werden in letzter Zeit in Deutschland verstärkt als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und als Alternative zu ärztlich verordneten Hormonpräparaten gegen Wechseljahresbeschwerden beworben. Wie so häufig wird auch hier in der Werbung bisweilen darauf hingewiesen, dass die Präparate als Naturprodukte nicht nur wirksam sondern vor allen Dingen auch nebenwirkungsfrei seien.
Diese Annahme ist so nicht nur falsch, sondern in dieser verallgemeinernden Form auch gefährlich, denn gerade die Natur ist keineswegs ideenlos, wenn es um höchst effektive Gifte geht. Beispiele sind der rote Fingerhut, der Eisenhut, die Herbstzeitlose und hochaggressive Toxine aus Pilzen und Bakterien, um nur ganz wenige Beispiele zu nennen. Mit anderen Worten, sich auf die Unbedenklichkeit von Stoffen aus der Natur zu verlassen, kann im wahrsten Sinne des Wortes tödlich sein. So dramatisch verhält es sich bei Soja- und Rotkleepräparaten natürlich nicht. Aber es ist sehr wohl angebracht, dass sich eine Behörde, die in unserer Gesellschaft gesundheitliche Risiken zu bewerten hat, mit diesen Präparaten auseinandersetzt, gerade auch weil Firmen mit dem Attribut „nebenwirkungsfrei“ werben. 11/07
Theo Dingermann
Den vollständigen Artikel finden Sie in Die P.T.A. in der Apotheke 11/07 ab Seite 24.
Theo Dingermann
Stichworte: Hormonpräparate, Isoflavone, NEG, Nahrungsergänzungsmittel, Phytoöstrogene, Rotklee, Soja-Isoflavone, Wechseljahre