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Arzneimittel-Forschung November 2007

  • Die neue Gräser-Impf-Tablette Grazax® mit lyophylisierten Gräserallergenen für die kausale Allergietherapie ist das innovativste Medikament 2007. Das stellten HNO-Ärzte in einer repräsentativen Umfrage der Zeitschrift „PharmaBarometer“ fest. Die Ärzte gaben als Gründe für diese Entscheidung die gute Wirkung, gute Anwendungsmöglichkeit in Form einer Tablette, gute Verträglichkeit und leichte Handhabung an. Mit der schnell löslichen Tablette ist die Durchführung einer dreijährigen spezifischen Immuntherapie zu Hause möglich.
  • Eine kürzlich veröffentlichte Metaanalyse von sechs klinischen Studien hat die gute Wirksamkeit des NMDA (NMethyl-D-Aspartat)-Rezeptorantagonisten Memantine (Axura ®, Ebixa®) bei moderater bis schwerer Alzheimerdemenz bestätigt. Von insgesamt 1826 Patienten erhielten 959 Memantine und 867 Placebo. Signifikante Vorteile gegenüber Placebo zeigten sich im klinischen Gesamteindruck sowie den Kerndomänen Kognition, Alltagskompetenz und Verhalten.
  • Patienten, die kurz nach ihrem ersten Multiple-Sklerose- Schub mit Betaferon® (Interferon beta-1b) behandelt worden waren, hatten ein um 40 Prozent geringeres Risiko, eine bleibende Behinderung zu entwickeln, als Patienten, deren Behandlung erst später einsetzte. Dies zeigt die von der Bayer Schering Pharma AG initiierte BENEFIT-Studie (BEtaferon in Newly Emerging multiple sclerosis For Initial Treatment), die Anfang August in „The Lancet“ publiziert wurde.
  • Ein kürzlich veröffentlichtes multizentrisches Drug-Monitoring an ingesamt 911 Patienten mit juckenden und trockenen Hauterkrankungen (Neurodermitis, Psoriasis oder Pruritus senilis) aus 196 dermatologischen Facharztpraxen untersuchte die Polidocanol-Harnstoff-Lotion Optiderm® Lotion. Juckreizlinderung verspürten 42 Prozent der Patienten sofort nach Anwendung. Nach fünf Wochen Therapiedauer zeigten nur noch 31 von 283 Patienten schwere bis sehr schwere Hauterscheinungen, bei 623 Patienten hatte sich der Schweregrad der Hauterscheinungen um 94 Prozent verringert. Auch Begleitsymptome wie Hauttrockenheit, Schuppung, Rötung und Exkoriation, ein traumatischer Substanzdefekt der Haut, der bis in die Dermis reicht, besserten sich signifikant.

Stichworte: Arzneimittel-Forschung, Arzneimittelforschung

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