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Unterhaltsame Wissenssendungen füllen die Fernsehzeitschriften und versprechen uns Bildung ohne Lernstress. Leider wird hier jedoch eine Hoffnung genährt, die sich nicht erfüllt, denn dafür wurden unsere Gehirne von der Evolution nicht geschaffen.
Kennen Sie das auch? Sie haben es sich gerade auf dem Sofa gemütlich gemacht und verfolgen interessiert eine Fernsehsendung. Vielleicht haben Sie dort gerade etwas erfahren über Yuknoom den Großen, einen Mayakönig von Calakmul und seine Fehde mit dem Stadtstaat Tikal. Wenn Sie jetzt froh darüber sind, etwas gelernt zu haben, muss ich Sie enttäuschen. Fragen Sie sich einmal, wie viel Sie noch aus der letzten derartigen Sendung wissen. Wenn das mehr als zwei Wochen her ist, vermutlich kaum noch etwas. Dass man aus dem Fernsehen grundsätzlich nur sehr schlecht lernen kann, liegt an der Art und Weise, wie unser Gehirn Informationen bewertet.
Prof. Dr. Holger Schulze*
Den vollständigen Artikel finden Sie in Die PTA in der Apotheke 06/08 auf Seite 24.
* Professor Schulze ist Leiter des Forschungslabors der HNO-Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg sowie auswärtiges wissenschaftliches Mitglied des Leibniz-Instituts für Neurobiologie in Magdeburg. Seine Untersuchungen zielen auf ein Verständnis der Neurobiologie des Lernens und Hörens: www.schulze-holger.de
Holger Schulze
Stichworte: Fernsehen, Hirn, Hirnforschung, Informationsaufnahme, Lernen, Lernen durch fernsehen, Neurologie, Schulze, kolumne