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Studie: Myrtol standardisiert bei COPD

Abbildung © Beat Ernst, Basel © Beat Ernst, Basel

Das Phytopharmakon kann in zahlreichen Studien seine effektive Wirksamkeit und gute Verträglichkeit bei akuter und chronischer Bronchitis belegen.

Gehäufte akute Bronchitiden können Wegbereiter einer chronischen-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD, englisch für chronic obstructive lung disease) sein. Symptome sind Auswurf, Husten, Atemnot (vor allem bei Belastung) und eine deutliche Leistungsminderung. Ein schleichender entzündlicher Prozess in der Lunge führt zu einer Schädigung der Bronchien und Verengung der Atemwege. Dadurch kommt es zu einer Zerstörung der Lungenbläschen und Einschränkung der Lungenfunktion.

Da Rauchen die Hauptursache ist, hilft dauerhafte Nikotinkarenz die Entwicklung der COPD zu verhindern. Zudem sollte eine akute Bronchitis konsequent therapiert werden, um eine Chronifizierung der Entzündung in den Atemwegen zu vermeiden. In einer randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden Multicenterstudie wurden 676 Patienten mit akuter Bronchitis mit Myrtol standardisiert, Cefuroxim, Ambroxol oder Placebo zwei Wochen lang therapiert. Hauptzielparameter war die Responderrate zwischen Myrtol standardisiert und Placebo.

Dabei war das Mucopharmakon hinsichtlich der Verträglichkeit mit Placebo vergleichbar, aber in Bezug auf die Wirksamkeit überlegen. Zudem wies es nach einer Woche Therapie mit 95 Prozent die höchste Responderrate aller Behandlungsgruppen auf. Zwar zeigten alle drei aktiven Behandlungsarme einen Abstand zur Placebo-Gruppe, doch war das Phytopharmakon dem Antibiotikum und dem Sekretolytikum bezüglich der Responderrate überlegen.

Nach der zweiten Behandlungswoche vergrößerten sich die Abstände zu den anderen Gruppen noch deutlicher. Patienten mit Myrtol standardisiert hatten eine Responderrate von 98,8 Prozent. In einer weiteren randomisierten, kontrollierten und doppelblinden Multicenterstudie konnte die gute Wirksamkeit von Myrtol standardisiert bei der chronischen Bronchitis in einer sechsmonatigen Langzeitbehandlung gezeigt werden. Die Behandlung mit Myrtol standardisiert reduzierte den Bedarf an Antibiotika und verkürzte die Dauer der Antibiose. 246 Patienten erhielten entweder das Phytopharmakon oder Placebo.

Untersucht wurde die Rate an akuten Exazerbationen (Verschlimmerung der Symptomatik) während der Wintermonate. Ergebnis: Die Behandlung mit Myrtol standardisiert führte dazu, dass ein in der Placebo-Gruppe für die Jahreszeit typischer Exazerbationsgipfel zwischen dem zweiten und vierten Behandlungsmonat in der Myrtol-Gruppe nicht nachzuweisen war.

In der Myrtol standardisiert-Gruppe benötigten 48,4 Prozent der Patienten mit einer akuten Exazerbation keine Antibiotika gegenüber 38,8 Prozent in der Placebo-Gruppe. Unter Placebo war zudem die Dauer der Antibiotikagabe länger. 62,5 Prozent der Patienten, die das Mucopharmakon erhielten, benötigten Antibiotika bis zu sieben Tage im Gegensatz zu 76,7 Prozent der Patienten in der Placebo-Gruppe, bei denen eine Antibiose länger als sieben Tage notwendig war. Quelle: „Von der chronischen Bronchitis zur COPD: Diagnostik und Therapieformen unter besonderer Berücksichtigung von Myrtol standardisiert“. 24. Februar 2010, Hamburg. Veranstalter: G. Pohl Boskamp GmbH & Co KG.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 04/10 auf Seite 8.

Stichworte: Atemwege, Bronchien, Bronchitis, COPD, Husten, Lunge, Myrtol, Phytomedizin, Phytopharmaka, pflanzliche Arzneimittel

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