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Ambroxol erleichtert das Abhusten von zähem Schleim und verhindert dessen Neubildung.
Herbstzeit ist Hustenzeit – In den nasskalten Monaten fühlen sich die Erkältungsviren besonders wohl und verursachen häufig eine akute Entzündung der oberen Atemwege. Zu den lästigsten Symptomen einer solchen Erkrankung gehört die vermehrte Bildung eines zähflüssigen Schleims, der die Bronchien verklebt und verstopft und so die Atmung behindert. Der einsetzende Hustenreflex ist eine Gegenmaßnahme des Körpers, um die Atemwege wieder davon zu befreien.
Husten, der mit Sekretauswurf verbunden ist, wird daher – im Unterschied zu einem trockenen Reizhusten – als produktiver Husten bezeichnet. Allerdings ist dieser quälende Husten lediglich eine Art Ersatzfunktion, wenn die natürlichen Schutz- und Reinigungsmechanismen der Atemwege versagen. Wie diese im Normalfall funktionieren, erläutert der Lungenfacharzt Professor Jürgen Fischer, Ärztlicher Direktor der Klinik Norderney der Deutschen Rentenversicherung Westfalen. Winzige Flimmerhärchen (Zilien) auf der Oberfläche der Schleimhaut der Atemwege sorgen in einem gesunden Körper dafür, dass Fremdkörper (etwa kleine oder große Staub- oder Schmutzpartikel) wieder in Richtung Rachen transportiert werden. Dort werden sie dann verschluckt und damit unschädlich gemacht.
Für diesen Selbstreinigungsmechanismus durch die Flimmerhärchen gebraucht Fischer das Bild einer „natürlichen Rolltreppe“. Wichtig dabei ist auch der sogenannte Surfactant, eine Substanz, die in den Lungenbläschen (Alveolen) gebildet wird und dafür sorgt, dass der Bronchialschleim im Normalfall nicht zäh, sondern flüssig ist. Für die natürliche Rolltreppe stellt der Surfactant daher eine Art Gleitmittel dar. Bei einer Erkältung kommt es in den Zellen der Bronchialschleimhaut zu einer vermehrten Bildung von zähem Sekret, das die Flimmerhärchen verklebt und so diese Rolltreppe in ihrer Funktion behindert. Zudem ist nun die Surfactant-Produktion reduziert, wodurch der Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege weiter geschwächt wird. Folge: Der Schleim haftet so stark in den Bronchien, dass auch heftige Hustenattacken oft nur wenig nützen, um die Atemwege wieder zu befreien.
Ambroxol (wegen der besseren Löslichkeit meist als Ambroxolhydrochlorid eingesetzt) ist als „Hustenlöser“ bereits seit 1979 auf dem Markt und stellt bei einer akuten Erkältung den natürlichen Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege wieder her. Der Wirkstoff erhöht die Surfactant-Produktion in den Lungenbläschen und trägt damit zur Verflüssigung des zähen Schleims bei (Sekretolyse). Gleichzeitig wird die Schlagkraft der Flimmerhärchen gesteigert, was zu einem gesteigerten Abtransport des Sekrets aus den Atemwegen führt. Zusätzlich verhindert Ambroxol laut Fischer die Neubildung von zähem Schleim und gibt der Bronchialschleimhaut die Gelegenheit, ihren natürlichen Schutzfilm wieder aufzubauen. Quelle: „Hustentag 2009. Schutzfunktion befreit zuverlässig von Husten“. Pressekonferenz am 30. September 2009 in Hamburg. Veranstalter: Boehringer Ingelheim Pharma.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 11/09 auf Seite 8.