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COPD-Therapie

Abbildung © Leonardo Medical / www.shotshop.com © Leonardo Medical / www.shotshop.com

In Erprobung befindliches COPD-Medikament QAB149 verbessert Lungenfunktion und Atemnot im Vergleich zu Tiotropium.

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine progressive, lebensbedrohliche Erkrankung der Atemwege, von der weltweit 210 Millionen Menschen betroffen sind. Die geschätzte Prävalenz der COPD in Europa liegt bei Erwachsenen zwischen vier und zehn Prozent, in Deutschland leiden etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung an dieser Lungenerkrankung. Diese wird in der Regel durch Zigarettenrauch und andere schädliche Dämpfe verursacht, die eine anhaltende Blockierung des Luftstroms in der Lunge bewirken, die zu Atemlosigkeit führt.

Der Weltgesundheitsorganisation zufolge wird sich die COPD bis zum Jahr 2020 zur dritthäufigsten Todesursache weltweit entwickeln. Die COPD ist zwar nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten gut kontrollieren. Zur Verbesserung des Luftstroms werden vor allem langsam wirkende Bronchodilatatoren eingesetzt. Ergebnisse aus Phase-III-Studien zeigen nun, dass mit QAB149 der erste einmal täglich anzuwendende Bronchodilatator zur Verfügung steht, der sowohl eine klinisch relevante 24-Stunden-Bronchodilatation als auch eine schnelle Wirkung innerhalb von fünf Minuten aufweist.

In der Vergleichsstudie INHANCE mit dem Bronchodilatator Tiotropium erzielte QAB149 eine deutlich stärkere Verbesserung der Lungenfunktion. Zwölf Wochen nach Therapiebeginn zeigte das neue Medikament (150 und 300 Mikrogramm) gegenüber Tiotropium (18 Mikrogramm) bei einem der wichtigsten Lungenfunktionswerte, dem Trough-FEV (forciertes expiratorisches Volumen in der Sekunde), eine Verbesserung um 50 beziehungsweise um 40 Milliliter. Eine erhebliche Verbesserung bestand auch noch nach 26 Wochen Therapie mit 300 Mikrogramm QAB149 im Vergleich zu Tiotropium. Die Studie wies zudem nach, dass die Patienten, die 300 Mikrogramm QAB149 erhielten, zu allen Messzeitpunkten deutlich weniger unter Atemnot litten als jene der Tiotropium-Gruppe.

Des Weiteren war der Bedarf an Notfallmedikamenten, die bei akuter Atemnot eingesetzt werden, bei den QAB149-Patienten gegenüber den Tiotropium- Anwendern deutlich niedriger. Ebenfalls war unter QAB149 an wesentlich mehr Tagen keine Notfallmedikation notwendig. Seine Überlegenheit bewies QAB149 auch im Vergleich zu Plazebo: Es kam zu weniger Durchschlafproblemen und zu mehr symptomfreien Tagen. „Die meisten COPD-Patienten wollen aktiv bleiben, doch häufig sehen sie sich gezwungen, aufgrund ihrer Erkrankung Einschränkungen in ihrem Lebensstil hinzunehmen. Daher brauchen wir Therapiemöglichkeiten, die zumindest einige dieser Einschränkungen verringern“, sagt Professor Claus Vogelmeier von der Universitätsklinik Marburg. „Die vorliegenden Daten zu QAB149 bedeuten letztlich, dass die Verbesserung der Lungenfunktion mit der so dringend notwendigen Steigerung der Lebensqualität der Patienten einhergeht“.

Derzeit durchläuft das Medikament die behördlichen Prüfverfahren für die Zulassung als COPD-Therapie in der Europäischen Union, in den USA und in weiteren Ländern. Quelle: Pressegespräch „Maximale Bronchodilatation – Einblicke in die COPD-Therapie von morgen.“ 15.09.2009, Wien, Österreich. Veranstalter: Novartis

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 10/09 auf Seite 8.

Redaktion

Stichworte: Atemwege, Bronchien, Bronchodilatator, COPD, Lunge, QAB149, Studie

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