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Die richtige Vitamin-D-Dosis hilft, das Frakturrisiko älterer Menschen zu senken.
Nicht nur Kalzium, sondern auch Vitamin D gehört zur Basisprophylaxe, um bei Personen höheren Alters die Gefahr von Osteoporose und damit Knochenbrüchen zu minimieren. Ein Sturz mit einem Oberschenkelhalsbruch in der Folge führt rasch in die totale Immobilität.
Nicht nur Kalzium, sondern auch Vitamin D gehört zur Basisprophylaxe, um bei Personen höheren Alters die Gefahr von Osteoporose und damit Knochenbrüchen zu minimieren. Ein Sturz mit einem Oberschenkelhalsbruch in der Folge führt rasch in die totale Immobilität.
Das liegt zum einen daran, dass nur wenige Lebensmittel – wie fetter Fisch – ausreichend Vitamin D enthalten, sodass die Aufnahme des Vitamins über die Nahrung generell zu niedrig ausfällt. Zum anderen ist die Eigenbildung von Vitamin D über die Haut im Alter reduziert. Eine aktuelle Metaanalyse von 20 Studien belegt nun, dass ein deutlich protektiver Effekt der Vitamin-DSubstitution erst bei einer täglichen Einnahme von mehr als 400 Internationalen Einheiten (IE) zum Tragen kommt.
In den analysierten Untersuchungen erhielten die Probanden 12 bis 84 Monate lang zwischen 482 bis 770 IE Vitamin D mit oder ohne Kalzium. 89 Prozent der Studienteilnehmer waren Frauen im Durchschnittsalter von 78 Jahren. Die Daten aus zwölf Studien zu nichtvertebralen Frakturen sowie aus acht Untersuchungen zu Hüftfrakturen mit jeweils über 40 000 Teilnehmern zeigen, dass die Prophylaxe dieser Brüche eindeutig mit der Vitamin-D-Dosis zusammenhängt: Die tägliche Gabe senkte die Rate der nichtvertebralen Frakturen um 14 Prozent und die der Hüfte durchschnittlich um neun Prozent. Wer mehr als 400 IE des Vitamins pro Tag einnahm, erlitt im Vergleich zu Placebo um 20 Prozent weniger nichtvertebrale Frakturen und um 18 Prozent weniger Hüftbrüche.
Eine Einnahme von Vitamin D in Dosierungen niedriger als 400 IE (durchschnittlich 340 bis 380 IE) bot dagegen keinen Schutz vor Frakturen. Fazit: Über 60-Jährige sollten prinzipiell 800 IE Vitamin D pro Tag supplementieren, um Knochenbrüchen vorzubeugen. Im Winter, wenn die Sonnenexposition in Europa und damit die Eigenproduktion von Vitamin D in der Haut vermindert ist, kann die Dosis sogar auf 1000 bis 1500 IE erhöht werden. KR
QUELLE: Bischoff-Ferrari HA. et al.: Prevention of nonvertebral fractures wit oral vitamin D and dose dependency: a meta-analysis of randomized controlled trials. Arch Intern Med (2009): 169, 551–561.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 07/09 auf Seite 08.
Redaktion
Stichworte: Knochen, Knochenbrüche, Senioren, Vitamin D