Forschung Pharma

Opioidtherapie

Abbildung © Sebastian Kaulitzki / www.iStockphoto.com © Sebastian Kaulitzki / www.iStockphoto.com

Ein neuer Wirkstoff hilft Tumorpatienten gegen Verstopfung, die im Rahmen ihrer Medikation auftritt.

Methylnaltrexon ist ein peripherer Opioidantagonist, der bei Patienten in der Palliativmedizin eingesetzt wird. Er ist indiziert, wenn eine hochpotente Opioidtherapie erforderlich ist, die begleitende Nebenwirkung Obstipation jedoch mit üblichen Laxanzien nicht behandelbar ist.

Methylnaltrexon lindert die Verstopfung bei etwa 50 Prozent der Patienten. Opioide entfalten ihre schmerzlindernde Wirkung im Gehirn an zentralen Opioid-Rezeptoren. Durch Bindung an μ-Opioid-Rezeptoren im Darm lösen sie dagegen meist schon nach einer Einzeldosis Verstopfung aus. Methylnaltrexon ist ein Abkömmling des Opioidantagonisten Naltrexon und hemmt die Opiatwirkung nur in der Peripherie, insbesondere im Darm.

Quellen: McNicol et al. Mu-opioid antagonists for opioid-induced bowel dysfunction. Cochrane Database of Systematic Reviews 2008, Issue 2. Art. No.: CD006332 DOI:10.1002/ 14651858.CD.006332.pub2. Jay T. et al. Methylnaltrexone for Opioid-Induced Constipation in Advanced Illness. NEJM 2008, Vol. 358:2332-2343.

www.medknowledge.de/neu/med/jahr/2008/II-2008-19-relistor.htm

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 06/09 auf Seite 8. 

Stichworte: Forschung, Forschung Pharma, Methylnaltrexon, Obstipation, Opioide, Verstopfung

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