Die chronisch-lymphatische Leukämie (CLL) gehört zu den Non-Hodgkin-Lymphomen und ist in Europa und Nordamerika die häufigste Leukämieform bei Erwachsenen. Über alle Altersgruppen hinweg liegt die Häufigkeit an Neuerkrankungen bezogen auf 100 000 Personen bei 5,9 für Männer und bei 3 für Frauen. Das mittlere Alter beträgt bei der Erstdiagnose 65 bis 70 Jahre, wobei 20 Prozent der Patienten zur Zeit der Diagnosestellung jünger als 55 Jahre alt sind.

So dockt der Antikörper an entartete
B-Lymphozyten an.
Foto: © Roche Pharma AG
Mit der Zulassung im Jahr 1998 war Rituximab (Mab Thera®) seit über einem Jahrzehnt die erste Neueinführung eines Medikaments zur Therapie der Non-Hodgkin-Lymphome. Es handelt sich um einen monoklonalen Antikörper, der gegen die Oberflächenstruktur CD20 gerichtet ist. Letzteres ist ein Markermolekül, das für B-Lymphozyten charakteristisch und spezifisch ist. Rituximab erkennt also diese CD20-Moleküle, heftet sich daran und mobilisiert so das körpereigene Immunsystem, die derartig markierten Zellen anzugreifen.
Quellen: M. Hallek et al. 50th ASH Annual Meeting, San Francisco, Dezember 2008; Abstr. #325. T. Robak et al. 50th ASH Annual Meeting, San Francisco, Dezember 2008; Abstr. #LBA-1. www.rheuma-online.de/medikamente/rituximab-mabthera.html
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 03/09 auf Seite 8.
Stichworte: CLL, Krebs, Krebstherapie, Leukämie, Leukämietherapie, Mab Thera, Onkologie, REACH-Studie, Rituximab, Studie, Therapie, chronisch-lymphatische Leukämie, monoklonale Antikörper