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Der Hauptbestandteil von Eukalyptusöl ist als Zusatztherapie bei COPD wirksam.
Zur Behandlung von Sinusitis und Bronchitis hat sich 1.8-Cineol aufgrund seiner Wirkung und sehr guten Verträglichkeit seit Jahrzehnten bewährt. Eine aktuelle Untersuchung belegt nun auch den Nutzen der antiinflammatorisch wirksamen Co-Medikation von 1.8-Cineol bei Patienten mit COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease).
Hauptsymptome dieser chronischen Lungenerkrankung mit progredienter, nicht vollständig reversibler Atemwegsobstruktion sind chronischer Husten, Auswurf und Atemnot. Die COPD stellt einen wesentlichen Risikofaktor für beispielsweise koronare Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, aber auch für Diabetes Mellitus und Osteoporose dar. Weltweit leiden etwa 12 Prozent der Männer und 8,5 Prozent der Frauen über 40 Jahren an einer mittelschweren bis schweren COPD, in Deutschland liegen die Häufigkeiten bei circa 9 beziehungsweise 4 Prozent. Nach dem aktuellen Stand der Leitlinienempfehlung werden Exazerbationen der COPD, das heißt eine oft durch Viren oder Bakterien bedingte Verschlechterung, mit einer kombinierten Therapie aus langwirksamen Bronchodilatatoren und inhalativen Kortikosteroiden sowie Anticholinergica um etwas 25 Prozent reduziert, ohne den Progress der COPD zu beeinflussen.
Ziele der Therapie sind eine Verbesserung der funktionellen Einschränkung, die Prävention der Exazerbationen und die langfristige Stabilisierung des Erkrankungsverlaufs, um somit die Lebensqualität zu sichern und die Mortalität zu senken. Umfangreiche in-vitro-Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass antioxidative und antiinflammatorische Effekte im Sinne einer synergistischen Wirkung des 1,8-Cineols von essenzieller Bedeutung für die Entzündungshemmung bei Atemwegserkrankungen sind.
Vor diesem Hintergrund wurde eine randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie durchgeführt, die 242 Patienten im Alter von 40 bis 80 Jahren einschloss, die an einer moderaten bis schweren COPD litten. Alle waren Raucher oder ehemalige Gewohnheitsraucher. Über einen Zeitraum von sechs Monaten während der Winterzeit erhielten die Teilnehmer dreimal täglich 200 Milligramm 1.8-Cineol oder Placebo zusätzlich zu der normalen Medikation, die aus Bronchodilatatoren und/oder inhalativen Kortikosteroiden bestand. Hauptzielparameter waren Häufigkeit, Dauer und Schwere der Exazerbation, deren Ausmaße täglich protokolliert wurden. Als weitere Messparameter wurden Lungenfunktion, Dyspnoe und Lebensqualität erhoben.
Bei denjenigen Patienten, die 1.8-Cineol verabreicht bekamen, haben sich nach den sechs Monaten Therapie Häufigkeit, Dauer und Schwere der Exazerbation sowie auch Atemnot in Ruhe und am Morgen im Vergleich zur Placebo-Gruppe signifikant verbessert. Relevante, unerwünschte Nebenwirkungen traten in der 1.8-Cineol- Gruppe gegenüber den mit Placebo behandelten Teil - nehmern nicht auf. Die systemische Verfügbarkeit von 1.8-Cineol in dünndarmlöslichen Kapseln bietet damit eine bestätigte Zusatztherapie für Patienten mit COPD.
Quelle: Pressekonferenz „Neue Therapieoption bei COPD: Soledum® Kapseln forte. 20.10.2009 München. Veranstalter: Casella-med GmbH & Co. KG
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 12/09 auf Seite 10.
Redaktion
Stichworte: Behandlung, Bronchitis, COPD, Cineol, Sinusitis, Studie