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Inhalative Kortikosteroide zur Therapie des kindlichen Asthmas stehen immer wieder in der Diskussion.
Nach den aktuellen Leitlinien zur Asthmatherapie werden inhalierbare Kortikosteroide bevorzugt zur Langzeitbehandlung bei asthmatischen Kindern aller Altersstufen eingesetzt. Bei mildem persistierendem Asthma gelten Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten wie zum Beispiel Montelukast als Alternative.
Um zu sehen, welche der beiden Therapieformen sich auf Dauer besser eignet, wurden in einem Review sämtliche randomisierten Doppelblindstudien, die die Langzeitbehandlung (länger als vier Wochen) mit inhalierbaren Kortikosteroiden und Montelukast bei asthmatischen Kindern verglichen, untersucht. In fünf Studien, die mit Schulkindern durchgeführt wurden, kamen Montelukast und Fluticason zum Einsatz.
Dabei erwies sich Fluticason bezogen auf die forcierte Einsekundenkapazität (FEV1), eine Methode zur Messung der Lungenkapazität, Montelukast überlegen. Besonders bei Kindern, die eine starke allergische Komponente aufwiesen, zeigte Fluticason bessere Therapieerfolge als Montelukast. Nur ein Viertel der Behandelten profitierte mehr von Montelukast als von Fluticason. Bei Kindern im Alter unter sechs Jahren waren keine vergleichenden Studien verfügbar.
Wurde Montelukast im Alter ab zwei Jahren gegen die Asthmabeschwerden eingesetzt, besserte sich die Symptomatik unter einer Langzeitbehandlung. Der Autor des Reviews kommt zu dem Schluss, dass die analysierten Studien die allgemeinen Leitlinien zur Therapie des kindlichen Asthmas stützen: Niedrig dosierte inhalierbare Kortikosteroide sind auch für die Langzeitbehandlung die erste Wahl. Sie wirken sicher und effektiv.
Montelukast kann als Alternative bei mildem persistierendem Asthma erwogen werden, obwohl es in den Studien ab dem Schulalter insgesamt den inhalierbaren Kortikosteroiden unterlegen ist. Vorteile von Montelukast sind die orale Einnahme, ein gutes Sicherheitsprofil und eine bessere Compliance. Die Auswahl der kindlichen Asthmatherapie sollte vom Schweregrad der Erkrankung, der klinischen Symptomatik und der Therapietreue von Eltern und Nachwuchs abhängen.
Wird Montelukast als Monotherapie ausgewählt, ist der therapeutische Erfolg nach vier bis sechs Wochen Therapie zu kontrollieren. Ein Wechsel von Montelukast auf inhalierbare Kortikosteroide empfiehlt sich, wenn die Asthmasymptomatik nicht ausreichend beherrscht wird.
Quelle: Jartti T.: Inhaled corticosteroids or montelukast as the preferred primary long-term treatment for pediatric asthma? Eur J Pediatr (2008), 167:731-736
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 08/09 auf Seite 10.
Petra Kreuter
Stichworte: Asthma, Asthma bei Kindern, Fluticason, Kinder, Kortikosteroide, Montelukast