Forschung Medizin

Was macht uns alt?

Abbildung © medicalpicture GmbH. Freie Radikale greifen eine Zelle an. © medicalpicture GmbH. Freie Radikale greifen eine Zelle an.

Max-Planck-Forscher liefern Modell der molekularen Grundlagen.

Berlin – Die Frage, warum wir altern, ist ein häufiger Gegenstand der Forschung. Bisher gingen viele Wissenschaftler davon aus, dass Alterung vor allem mit einer Zunahme der freien Radikale im Organismus einhergeht. Dies sind extrem reaktionsfreudige Moleküle, die bei verschiedenen Stoffwechselprozessen gebildet werden und vom Organismus unter anderem für die Infektionsabwehr benötigt werden

Wenn sehr viele dieser freien Radikale entstehen, kann es jedoch zur Schädigung der Zellen kommen. Dem gegenüber besagt eine von Lloyd Demetrius, Mathematiker in der Abteilung Bioinformatik am Berliner Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Genetik entwickelte „Theorie der metabolischen Stabilität“, dass die Alterung eines Organismus nicht durch die steigende Anzahl an freien Radikalen in der Zelle bestimmt wird, sondern durch deren Fähigkeit, mittels verschiedener Regulationsmechanismen stabile, ausgewogene Konzentrationen an Radikalen und anderen Stoffwechselprodukten aufrecht zu erhalten.

Quelle: T. C. Brink, L. Demetrius, H. Lehrach, J. Adjaye. Age-related transcriptional changes in gene expression in different organs of mice supports the metabolic stability theory of
aging. Biogerontology 2008. www.molgen.mpg.de Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 03/09 auf Seite 10.

Stichworte: Alter, Altern, Forschung, Forschung Medizin, freie Radikale

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