Berufspolitik: Nachgefragt 11/09

Urlaubsplanung/Praktikanten

Urlaubsplanung/Praktikanten

Bei der Urlaubsplanung sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Hier gilt es, für alle eine faire Lösung zu finden. Und auch der Umgang mit den Pharmazie-Praktikanten setzt gegenseitige Akzeptanz voraus.

Urlaub – entscheidet der Chef?
Praktikanten – Konkurrenz zur PTA?

Bettina Schwarz, BVpta-GeschäftsführungWie wird die Urlaubsplanung gerecht geregelt?
Jeder Arbeitnehmer muss sich zwischenzeitlich auch einmal erholen können. Da sind sich alle einig. Schwierig wird es dann allerdings bei der Frage: Wann? Bei der Urlaubsplanung hat meist der Arbeitgeber das Sagen. Er legt unter Berücksichtigung der Urlaubswünsche sowie der sozialen und betrieblichen Belange des Arbeitnehmers den Urlaub fest. Unter soziale Interessen versteht man zum Beispiel schulpflichtige Kinder, Urlaub der anderen Familienangehörigen – aber auch das Alter und die Betriebszugehörigkeit spielen dabei eine Rolle.

Die betrieblichen Belange kommen in Betracht, wenn der Betrieb ohne die Anwesenheit des Arbeitnehmers nicht sachgerecht oder ordnungsgemäß geführt werden könnte. Der Arbeitnehmer kann sich keineswegs selbst beurlauben. Tut er dies, „spielt“ er mit einer fristlosen Kündigung. Er muss sich vielmehr mit dem Arbeitgeber auf den Urlaubszeitpunkt einigen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, auch für den Arbeitgeber. Am besten funktioniert es, wenn alle Mitarbeiter dem Arbeitgeber eine komplette Urlaubsliste anfangs des Jahres übergeben, man diese dann gemeinsam im Team unter Beachtung der sozialen und betrieblichen Belange bespricht und der Arbeitgeber den Urlaub schließlich festlegt.


Nadine Freialdenhoven, ADEXA – Die Apothekengewerkschaft, Landesgruppe Bayern, VorsitzendeGibt es Kompetenzprobleme zwischen Pharmazie-Praktikanten und PTA?
Ich arbeite als PTA in einer sehr großen Apotheke und wir haben dort regelmäßig ein bis zwei Pharmazie-Praktikanten. Bis jetzt gab es keine Probleme – einige von ihnen fragen nicht nur die Approbierten, sondern auch die PTA bei spezifischen Problemen zu Arzneimitteln und deren Anwendung. Auch in den ehemaligen Apotheken gab es nie Schwierigkeiten. Das schließt natürlich nicht aus, dass es im Einzelfall einmal Konflikte geben könnte.

Letztlich hängt viel vom allgemeinen Betriebsklima ab: Wenn alle Kolleginnen und Kollegen sich und ihre Arbeit gegenseitig schätzen und als Mitglieder eines Teams verstehen, das gern und gut zusammenarbeitet, dann wird diese Stimmung auch auf Praktikanten abfärben. Wenn es zwischen Approbierten und PTA ein starkes gefühltes Gefälle und mangelnde Wertschätzung gibt, kann sich dies auf Pharmazie-Praktikanten übertragen. Sicher spielt auch eine Rolle, wie der Chef Praktikanten ins Team einfügt. Je nachdem, ob sie „über“ die PTA oder auf Augenhöhe gestellt werden, wird dies zu Konkurrenz oder Kollegialität führen. Ich kann nur raten, selbst offen und freundlich auf neue Praktikanten zuzugehen. Wenn es tatsächlich einmal Probleme gibt, sollten sie in einer Besprechung geklärt werden.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 11/09 auf Seite 35.

Stichworte: ADEXA, BVPTA, Berufspolitik, Nachgefragt, Urlaub, praktikanten

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