Berufspolitik: Nachgefragt 07/09

Ausbildung/Internet

Ausbildung/Internet

Trotz der vorhandenen Qualität bei der PTA-Ausbildung kann immer etwas optimiert werden, gerade was die beruflichen Zukunftsaussichten der Absolventen betrifft. Auch später unverzichtbar, nicht nur zur Fortbildung: das Internet.

Ausbildung – was kann verbessert werden?
Internet – notwendiges Hilfsmittel?

Was sollte bei der PTA-Ausbildung stärker berücksichtigt werden?
Bernadette Linnertz, Stellvertretende Vorsitzende, BVpta:
Grundsätzlich gilt, dass in deutschen Apotheken das Personal sehr gut ausgebildet ist. Dafür setzen sich ständig die Lehrer an den PTA-Schulen und die Apotheken, die das anschließende Praktikum begleiten, ein. Bei der Umsetzung des Gelernten in die Praxis gibt es immer wieder ein paar Probleme. Daher gewinnt das Fach „Apothekenpraxis“ zunehmend an Bedeutung. Alle anderen Fächer sind deshalb aber nicht weniger wichtig.

Als nächsten notwendigen Schritt sehen wir die Integrierung der Ausbildung in das allgemeine Schul- und Ausbildungssystem an. Dazu ist das Erreichen der Fachhochschulreife nach Beendigung der PTA-Ausbildung unausweichlich. Außerdem könnte man so mit Sicherheit dem drohenden PTA-Mangel entgegentreten. Denn PTA sind immer öfter auch in der Industrie und im öffentlichen Dienst gefragt. Dafür sind die allgemeinen Bedingungen einzuhalten. Der Unterricht würde sich um die Fächer Deutsch, eine zweite Fremdsprache usw. erweitern. Eine Verlängerung der Ausbildung ist hierbei nicht zu umgehen und auch gewünscht. Der Beruf muss eine Option für interessierte Kollegen/Kolleginnen für die Zukunft haben und darf seine Hochwertigkeit nicht verlieren.

 

Welchen Stellenwert nimmt das Internet bei Arbeit und Weiterbildung ein? Nadine Freialdenhoven, ADEXA – Die Apothekengewerkschaft Landesgruppe Bayern, Vorsitzende:
Prinzipiell ist der Beruf der PTA ohne Fortbildung nicht denkbar. Die Pharmazie entwickelt sich schließlich rasend weiter und hier gilt es, den Anschluss nicht zu verlieren. Doch gerade wer in Vollzeit arbeitet, hat vielleicht nicht unbedingt die Möglichkeit, noch abends oder am Wochenende an Präsenzveranstaltungen teilzunehmen. Auch die Familie und der Freundeskreis fordern ja ihren Tribut.

Hier kommen das Internet bzw. DVD-Lehrgänge ins Spiel: Man kann wichtige Inhalte bei freier Zeiteinteilung bearbeiten und gegebenenfalls öfter wiederholen – eine meiner Meinung nach geradezu ideale Alternative zu Präsenzveranstaltungen beziehungsweise zu Lehrbüchern. Auch der Apothekenalltag ist für mich ohne das Internet nicht mehr denkbar: Eine Impfberatung für ein fernes Land, eine außergewöhnliche Rezeptur oder eine Literaturempfehlung für Patienten? Schnell ist die passende Information gefunden, seriöse Seiten vorausgesetzt. Mittlerweile nutzen auch viele Kunden das Medium Internet/E-Mail aktiv, um zum Beispiel ein Präparat vorzubestellen, das sie dann in der Apotheke abholen. Beruflich oder privat – ein Leben ohne das Internet ist für mich nur schwer vorstellbar.

Auch Ihre Meinung ist uns wichtig. Schreiben Sie uns Ihre Ansichten:
Umschau Zeitschriftenverlag
Die PTA in der Apotheke
Petra Peterle
Otto-Volger-Straße 15
65843 Sulzbach
oder per E-Mail an p.peterle@uzv.de

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 07/09 auf Seite 33.

Stichworte: ADEXA, Ausbildung, BVPTA, Berufspolitk, Internet, Nachgefragt

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