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In Bezug auf Präzision, Leistungsfähigkeit, Haltbarkeit und Größe kann keine noch so moderne Mini-Kamera mit unserem spektakulären Sehorgan mithalten.
Mittelpunkt des Auges ist der kugelförmige Augapfel, von dem nur der vordere Teil sichtbar ist. Der hintere Teil des Sinnesorgans liegt gut geschützt in der knöchernen Augenhöhle. Die Augenoberfläche wird durch die Augenlider geschützt, die Bindehaut kleidet den Raum zwischen Lidern, Augapfel und Augenhöhle aus.
Innerhalb der Augenhöhle, seitlich oberhalb des Augapfels, sitzt die Tränendrüse, in der die Tränenflüssigkeit produziert wird. Der Augapfel selbst hat einen Durchmesser von nur knapp 2,5 Zentimetern, ein Gewicht von etwa 7,5 Gramm und verfügt über drei Gewebsschichten und einen Innenraum. Die äußere Augenhaut besteht aus der Lederhaut, einem weißen, festen Gewebe, das vorne in die durchsichtige, gefäßlose Hornhaut übergeht.
Zur mittleren Augenhaut gehört die gefäßreiche Aderhaut, die im vorderen Teil des Auges in die Regenbogenhaut, auch als Iris bekannt, übergeht. Der Pigmentgehalt der Iris bestimmt unsere Augenfarbe. In der Mitte der Iris sitzt die Pupille, eine runde, bewegliche Öffnung, die sich verengen und erweitern kann. Die innerste Auskleidung des Auges ist die Netzhaut. Sie enthält Millionen von Photorezeptoren – die etwa 120 Millionen „Stäbchen“ sind für die Hell- und Dunkelwahrnehmung, die etwa sieben Millionen „Zapfen“ für das Farbensehen verantwortlich.
Im Zentrum der Netzhaut liegt die Makula, auch gelber Fleck genannt, die Stelle des schärfsten Sehens. Im Innenraum des Augapfels befinden sich die Linse, die gleich hinter der Iris sitzt, sowie der Glaskörper. Er besteht zu 98 Prozent aus Wasser und füllt zwei Drittel des Augapfels aus.
Augen auf! Unsere Augen sorgen dafür, dass durch Lichteinfall Informationen aufgenommen und an das Gehirn geschickt werden. Dadurch ist der Mensch in der Lage, Bilder wahrzunehmen. Durch Hornhaut und Pupille gelangen die Lichtstrahlen ins Auge. Die Linse bündelt die Strahlen, bevor sie den Glaskörper durchqueren und auf die hauchdünne Netzhaut gelangen. Hier verwandeln Sehzellen das Licht in elektrische Impulse, die über den Sehnerv ins Sehzentrum des Gehirns gesendet werden. Im Gehirn werden die Signale empfangen und verarbeitet, der Mensch sieht nun das Bild.
Den Durchblick behalten Für viele Menschen ist die Sehkraft der wichtigste Sinn überhaupt. Umso schlimmer, wenn Augenerkrankungen oder Sehfehler den Blick trüben. Zum Glück können viele Augen - leiden jedoch ursächlich behandelt, andere zumindest aufgehalten oder durch Sehhilfen korrigiert werden.
Zu den bekannten Sehfehlern zählen:
Häufig im fortgeschrittenen Alter treten bei vielen Menschen Erkrankungen des inneren Auges auf:
gehören unter anderem dazu.
Unter den Erkrankungen des äußeren Auges sind die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) und das trockene Auge (Sicca-Syndrom) weit verbreitet. Symptom beider Erkrankungen sind meist rote, brennende und tränende Augen. Eine Konjunktivitis kann unterschiedliche Ursachen haben, beispielsweise durch Bakterien oder Viren ausgelöst werden oder allergischen Ursprungs sein.
Therapie Nach den Ursachen richtet sich die Behandlung. Unter anderem stehen antibiotikahaltige, antiallergische, kortisonhaltige oder gefäßverengende Augentropfen zur Verfügung. Das trockene Auge entsteht durch eine Benetzungsstörung aufgrund verminderter Tränenflüssigkeit. Steht die Diagnose fest, können künstliche Tränen Abhilfe schaffen. Gut zu wissen: Augenprobleme unklaren Ursprungs sollten für Ihre Kunden immer Anlass sein, den Arzt aufzusuchen.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 04/10 ab Seite 30.
Andrea Neuen-Biesold, aneuen888@aol.com
Stichworte: Augen, Augenerkrankungen, Bindehautentzündung, Hornhaut, Sehkraft, trockenes Auge