Nichtraucher in einer Woche?

Tipps für zukünftige Ex-Raucher

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Auch wenn es die Werbung verspricht – so einfach ist das nicht! Sie können aber einiges dafür tun, dass Aufhörwillige dauerhaft dem Glimmstängel entsagen.

Nikotin ist ein starker Suchtstoff. Er reagiert mit den nikotinergen Acetylcholinrezeptoren, wodurch verschiedene Botenstoffe ausgeschüttet werden wie beispielsweise Dopamin, welches eine entscheidende Rolle im Belohnungssystem spielt. Schon das Ritual, die Zigarette zu halten und das Feuerzeug zu entzünden, setzt bei einem Raucher Dopamin frei. Je länger der Betroffene raucht, umso mehr Bindungsstellen für Acetylcholin bildet er. Die Hälfte bis zwei Drittel aller Raucher sterben an den Folgen ihrer Sucht. Die Lebenserwartung sinkt je nach Dauer und Stärke des Rauchens um 10 bis 23 Jahre.

Sofortiger Nikotinverzicht oder sanftes Ausschleichen?
Beides kann zum Erfolg führen. Die meisten Raucher versuchen, von heute auf morgen aufzuhören. Bei dieser Punkt-Schluss-Methode ist es sinnvoll, einen Tag festzulegen, ab dem nicht mehr geraucht wird. Raten Sie Ihren angehenden Ex-Rauchern, alle Zigaretten zu verschenken und den Aschenbecher am besten auch gleich. Denn die Hemmschwelle ist größer, wenn man erst alles wieder neu beschaffen muss. Bei der Reduktionsmethode versucht man es mit einer langsamen Entwöhnung. In welchen Schritten man den Zigarettenkonsum vermindert, bleibt jedem selbst überlassen. Sinnvoll ist beispielsweise eine Reduktion um fünf Zigaretten pro Woche.

Oder mit Nikotinersatzmitteln?
Ob auf die harte Tour oder sanft, in keinem Fall lässt sich ein lange gelebtes Ritual, wie das Rauchen, sofort abtrainieren. Bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeiten der Nikotinersatztherapie an. Die Wirksamkeit gegenüber Placebo ist belegt. Nach einem Jahr sind noch etwa doppelt so viele abstinent. Mit zusätzlicher Beratung und Motivation lässt sich das Ergebnis noch um weitere 10 bis 30 Prozent steigern.

Bei geringer bis mittelstarker Nikotinabhängigkeit und vor allem bei unregelmäßigem „Konfliktrauchen“ eignen sich Nikotinkaugummis. Sie können bei Bedarf gekaut werden und setzen ihren Wirkstoff relativ schnell frei. Ein Nikotinpflaster sorgt hingegen für einen weitgehend konstanten Nikotinspiegel. Eine „notfallmäßige“ Anwendung ist damit nicht möglich. Es ist vor allem für starke Raucher, die einen relativ gleichmäßigen Zigarettenkonsum über den Tag betrieben haben, geeignet.

Am wichtigsten ist die Motivation
Ohne den Wunsch aufzuhören geht gar nichts. Dass Ihr Kunde nicht nach kurzer Zeit die Lust verliert, können Sie beeinflussen. Loben Sie ihn für seinen Entschluss, aufzuhören. Nehmen Sie ihm die Angst, an Gewicht zuzunehmen. Mit etwas mehr Bewegung kann das verhindert werden. Sport ist zusätzlich ein Stresskiller und macht ruhiger. Ihr Ex-Raucher soll sich jeden Tag bewusst machen, dass es ihm „ohne“ besser geht. Kein morgendliches Husten mehr – und schon nach einem Tag sinkt das Herzinfarktrisiko.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 03/10 auf Seite 28.

Sabine Bender, s.bender@uzv.de

Stichworte: Acetylcholin, Ex-Raucher, Glimmstängel, Nichtraucher, Nikotin, Nikotinersatz, Nikotinkaugummi, Nikotinpflaster, Rauchen, Raucherentwöhnung, Sucht, Zigaretten

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