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Zur Begleittherapie bei dauerhaften Schmerzen kommen oft verschiedene Mineralstoff-Präparate zum Einsatz. Besonders gute Wirksamkeit erzielen sie in Kombination mit Citraten.
Der „basische“ Effekt der Citrate sorgt dafür, dass bestimmte Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium oder Kalium besser vom Körper aufgenommen werden. So erhöht sich beispielsweise die Bioverfügbarkeit von Magnesium, wenn es zusammen mit Citrat verabreicht wird.
Säureabbau Citrat verfügt zudem über eine eigenständige Wirkung beim Kampf gegen den Schmerz, indem es den Säure-Basen-Haushalt durch seine entsäuernde Eigenschaften reguliert. Eine Übersäuerung wirkt hingegen schmerzfördernd. Dieser Säureüberschuss ist jedoch dank moderner Ernährungsgewohnheiten die Norm – im Gegensatz zur „steinzeitlichen Kost“, die überwiegend aus Früchten, Beeren und Kräutern bestand.
Starkes Duo Sämtliche positiven Effekte des Citrates kommen besonders bei stark beeinträchtigenden Erkrankungen wie Migräne, Rückenund Gelenkschmerzen oder Rheuma zum Tragen. Auch bei der Osteoporose-Prävention spielen sie eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund wird die Nahrungsergänzung mit Mineralstoffen bei diesen Krankheiten gerne im Doppelpack mit Citraten eingesetzt – und das so früh wie möglich ab Diagnosestellung. Da Citrat außer weichem Stuhl praktisch keine Nebenwirkungen hat, können solche Präparate bedenkenlos über lange Zeiträume eingenommen werden.
Unter die Lupe genommen Mehrere Studien zu verschiedenen chronischen Schmerzerkrankungen kommen zu dem Schluss: Basische Mineralstoffmischungen sind eine ideale Begleittherapie, oft mit dem positiven Nebeneffekt, dass der Patient auf weniger Schmerzmittel zurückgreifen muss. Dies zeigt das Beispiel der chronischen Rückenschmerzen. Bei Einnahme einer basisch wirkenden Mineralstoffmischung ging es den Studienteilnehmern bereits nach vier Wochen merklich besser, im Schnitt sank ihre Schmerzsymptomatik um 53 Prozent.
Auch im Fall der rheumatoiden Arthritis hatte ein Citrat-Multimineralpräparat einen ähnlich schmerzlindernden Effekt – und mit der Nahrungsergänzung purzelte nicht nur der Schmerzindex in den Keller, zudem wurde vom Gros der Rheumatiker weniger NSAR-Medikamente benötigt. In anderen Studien wiederum wurde Migräne-Patienten zusätzlich Magnesiumcitrat zu der Behandlung mit Triptanen verabreicht. Sowohl Häufigkeit als auch Intensität der Attacken nahmen binnen zwölf Wochen spürbar ab, da Magnesium gefäßverengend wirkt und dieser Effekt durch das basische Citrat verstärkt wird. In einer weiteren Untersuchung bekamen Osteoporose-Patientinnen neben Kalzium und Vitamin D auch noch Kaliumcitrat. Ihre Knochendichte nahm binnen Jahresfrist deutlich zu.
Bleibt als Fazit Mineralstoffsupplementierungen wirken in Verbindung mit Citraten besser gegen Schmerzen – und ein übersäuerter Organismus wird dazu noch entlastet.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 01/10 auf Seite 32.
Christoph Trick
Stichworte: Mineralstoffe, NEM, Nahrungsergänzungsmittel, chronischer Schmerz, citrate