Diabetes

Beraten Sie!

Abbildung © Roche Diagnostics © Roche Diagnostics

Nicht nur ältere Menschen sind betroffen. In der Gruppe der 35- bis 55-Jährigen ist die Dunkelziffer besonders hoch. Grund genug, Ihre Kunden regelmäßig über Diabetes aufzuklären.

Am 14. November heißt es wieder „Welt-Diabetes-Tag“. Zahlreiche Veranstaltungen machen auf die Thematik aufmerksam. Häufig wird Diabetes auch in TV-Talkrunden diskutiert. Eine gute Möglichkeit, dies aufzugreifen und eine Diabetesaktion zu planen. Auch Werbung mit Prominenten gibt Ihnen im Kundengespräch die Möglichkeit, das Thema leichter anzusprechen.

Ein bekanntes Gesicht dazu ist Matthias Steiner – der stärkste Mann der Welt. Sicher können Sie sich noch an die Olympiade im letzten Sommer erinnern, als er das Foto seiner verstorbenen Frau auf dem Siegertreppchen bei sich trug. Steiner hat übrigens Typ-1-Diabetes. Infomaterialien zum Thema Bewegung, Ernährung und Blutzuckermessen, an denen er aktiv beteiligt war, gibt es über das Accu-Chek Kunden Service Center unter 0180-20 00/165. Sorgen Sie vor und bestellen Sie rechtzeitig bei Ihren Ansprechpartnern Blutzuckertagebücher und Infomaterialien.

Erkundigen Sie sich über Kooperationsmöglichkeiten. Wie wäre es mit einer Blutzuckermessaktion mit Aha-Effekt? Bieten Sie beispielsweise einen kalten oder warmen Fruchtpunsch als Getränk für Ihre Kunden an. Bereiten Sie ihn mit gezuckertem Tee oder einem Fruchtsaftgetränk zu. Die Kunden trinken ein Glas, Sie erklären im Anschluss etwas zur Aktion und dem Thema Diabetes. Nach etwa zehn Minuten messen Sie dann den Blutzucker. Häufig macht sich das süße Getränk nun im Wert bemerkbar. Ist er zu hoch, empfehlen Sie die Rücksprache mit dem Hausarzt. Dokumentieren Sie den Wert in einem Blutzuckertagebuch. Fragen Sie, ob es in der Familie bereits Erkrankte gibt und ob schon einmal ein erhöhter Wert ermittelt wurde.

Fakten für die Beratung Aufklärung über Diabetes und dessen Folgen ist nach wie vor immens wichtig. Machen Sie Ihren Kunden deutlich, dass Diabetes alle etwas angeht. Denn die Zahl der Betroffenen steigt ständig. „Alle fünf Sekunden kommt ein Mensch zur Welt, der im Lauf seines Lebens einen Diabetes entwickelt. Und alle zehn Sekunden stirbt weltweit jemand an den Folgen seines Diabetes“, alarmierte Professor Oliver Schnell vom Münchner Institut für Diabetesforschung anlässlich der Elmauer Gespräche im März. An den Folgen eines Diabetes sterben derzeit mehr Menschen als an AIDS.

Hierzulande ist jeder Achte von der Stoffwechselstörung betroffen. Die Dunkelziffer ist hoch: Auf jeden entdeckten Fall kommt im Alter von 55 bis 74 Jahren ein unentdeckter Diabetiker dazu. Auch in der Altersspanne von 35 bis 55 lauert die unsichtbare Gefahr. Viele Menschen fühlen sich jetzt noch fit und leistungsfähig. Zum Arzt gehen sie nur bei akuten Erkrankungen. Ein Blutzuckertest wird selten gemacht und Beschwerden durch erhöhte Werte nicht unmittelbar mit einem möglichen Diabetes in Verbindung gebracht. Es lohnt sich also besonders, die jüngere Zielgruppe für das Thema zu gewinnen.

Ursache für die rasante Wachstumsrate von geschätzten 300 000 Neuerkrankungen jährlich ist der moderne Lebensstil: wenig Bewegung, dafür eine viel zu hoch kalorische Lebensmittelauswahl und damit einhergehend Übergewicht. Bei Typ-2-Diabetes heißt es deshalb heute statt Alterszucker eher „Lifestyle-Diabetes“. Und das gilt für 90 Prozent der Betroffenen. Es gibt also genug gute Gründe, die Monate Oktober und November in der Apotheke für das Thema Diabetes zu nutzen.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 10/09 auf Seite 32.

Kirsten Metternich, info@metternich24.de

Stichworte: Alterszucker, Beratung, Blutzucker, Diabetes, Lifestyle-Diabetes, Typ-2-Diabetes

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