SCHÜSSLER SALZE

Mental gestärkt

Abbildung © Kristian Sekulic / www.fotolia.com © Kristian Sekulic / www.fotolia.com

Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen und aufgebrauchte Energiereserven sind häufige Begleiter von Herbst und Winter. Schüßler Salze helfen, besser damit zurechtzukommen.

Die Tage werden kürzer und wer früh zur Arbeit muss, hat oft das Pech, im Dunkeln zu gehen und im Dunkeln zurückzukommen. Uns fehlen Licht, Wärme, Luft und die Farben des Sommers. Kein Wunder also, dass sich in der dunklen, tristen Jahreszeit Beschwerden wie depressive Verstimmung, Antriebslosigkeit, Burnout-Syndrom und Schlafstörungen häufen, ja oft erst jetzt überhaupt zu Tage treten.

Unser Biorhythmus verändert sich im Winter auch deshalb so enorm, weil vermehrt das Hormon Melatonin ausgeschüttet wird, welches uns eine Verlängerung der Nachtphase vorgaukelt. Müdigkeit, Leistungsminderung und eben auch die saisonal abhängige Depression können die Folge sein. Schüßler Salze sind natürlich nicht in der Lage, hormonelle Stoffwechselvorgänge zu verändern, helfen aber gemeinsam mit einer guten Grundversorgung durch grobstoffliche Mineralienzufuhr, die dunklen Seiten von Herbst und Winter besser zu bewältigen.

Allgemeine Erschöpfung im Sinne von Kraft- und Antriebslosigkeit bekämpft man am wirkungsvollsten mit einer „Kraftmischung“, bestehend aus den Salzen Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum und Nr. 8 Natrium chloratum. Jeweils sieben Tabletten täglich können die Beschwerden deutlich lindern. Als Prophylaxe beginnt man bereits im Oktober mit jeweils fünf Tabletten täglich und, falls sich dennoch im November und Dezember ein Erschöpfungszustand bemerkbar macht, erhöht man auf täglich je sieben bis zehn Tabletten. Hierzu werden alle Tabletten abgezählt, gemischt und über den Tag verteilt gelutscht oder in Wasser aufgelöst getrunken.

Empfindliche Menschen sollten die Nr. 5 Kalium phosphoricum jedoch vor 17 Uhr eingenommen haben, da sich sonst das Einschlafen, wegen der stark anregenden Wirkung von Kalium phosphoricum, verzögern kann. In diesem Fall wird entweder die gesamte Tagesmischung bis spätestens 17 Uhr verabreicht oder die Nr. 5 wird aus der Mischung herausgelassen und separat eingenommen. Energielosigkeit, Stress und nervöse Erschöpfung können ebenfalls im Vordergrund stehen. Dann ist die Kombination der ersten Wahl die so genannte „Energieschaukel“.

Die Salze Nr. 2 Calcium phosphoricum eingenommen am Morgen, Nr. 5 Kalium phosphoricum eine halbe Stunde nach dem Mittagessen und Nr. 7 Magnesium phosphoricum abends als „heiße Sieben“ mit jeweils sieben bis zehn Tabletten sind hierbei die Bestandteile. Für die Nr. 5 gilt auch hier das oben gesagte. Diese Mischung der drei Salze hat sich zudem bei Schlafstörungen und damit einhergehender Tagesmüdigkeit bestens bewährt.

Saisonal abhängige Depressionen erfordern in der Beratung viel Fingerspitzengefühl und eine allgemein gültige Mischung wird es hier nicht immer geben. Auch sollte im Beratungsgespräch einfühlsam hinterfragt werden, ob die Beschwerden tatsächlich nur auf die Wintermonate beschränkt sind. Bei Verdacht auf ein generalisiertes depresdepressives Syndrom muss unbedingt das Aufsuchen des Arztes empfohlen werden.

Dennoch spielen auch hierbei die Mineralstoffe wieder eine wichtige Rolle: Das Basissalz Nr. 5 Kalium phosphoricum in Kombination mit dem Ergänzungsmittel Nr. 16 Lithium chloratum kann bereits im Herbst bei den ersten Anzeichen depressiver Verstimmung eingenommen werden. Dann werden zehn Tabletten Nr. 5 mit nur drei bis fünf Tabletten Nr. 16 gemischt. Nach etwa vier Wochen erfolgt eine Umstellung auf die „Energieschaukel“ wie oben beschrieben. Häufig ist ein erneutes Hinzunehmen der Nr. 16 im Laufe des Winters dann gar nicht mehr notwendig.

Gereiztheit Nach den Feiertagen im Dezember stehen oft Übersäuerung durch zuviel und zu fettes Essen sowie eine insgesamt wahrgenommene Genervtheit im Vordergrund. Anstrengende Familienbesuche und mangelnde Bewegung tun ein Übriges. Die Salze Nr. 6 Kalium sulfuricum und Nr. 10 Natrium sulfuricum entlasten die Leber und kurbeln die an den Feiertagen ins Stocken

geratene Verdauung wieder an. Nr. 9 Natrium phosphoricum und Nr. 11 Silicea entsäuern den ganzen Körper und bringen die gereizte, angestrengte Seele wieder ins Gleichgewicht. Jeweils sieben bis zehn Tabletten für vier Wochen reichen aus, um die körperlichen und seelischen Folgen der Feierlichkeiten abzumildern.

Burnout-Syndrom Zur Begleitung hat sich neben der Energieschaukel (siehe oben) die Einnahme der Salze Nr. 21 Zincum chloratum und Nr. 22 Calcium carbonicum bewährt. Als Ergänzungssalze werden diese in einer Dosierung von fünf bis sieben Stück für die Dauer von vier Wochen eingenommen. Nr. 22 Calcium carbonicum wird mit großem Erfolg zur unterstützenden Behandlung starker Erschöpfungszustände eingesetzt.

SCHÜSSLER SALZE FÜR DIE PSYCHE
- Erschöpfung/Kraftlosigkeit „Kraftmischung“: Nr. 3 Ferrum phosphoricum Je sieben bis zehn Stück am Tag. Nr. 5 Kalium phosphoricum Am besten als Mischung über den Tag. Nr. 8 Natrium chloratum verteilt lutschen oder auflösen.
- Nervöse Erschöpfung Antriebslosigkeit sowie bei Schlafstörungen mit Tagesmüdigkeit „Energieschaukel“: Morgens Nr. 2 Calcium phosphoricum, Nr. 5 Kalium phosphoricum nach dem Mittagessen, Nr. 7 Magnesium phosphoricum abends (als „heiße Sieben“). Jeweils zehn Stück.
- Saisonal abhängige Depression (SAD):  Nr. 5 Kalium phosphoricum, Nr. 16 Lithium chloratum  Zehn Stück zusammen mit drei bis fünf Stück für mindestens vier Wochen, dann „Energieschaukel“.
- Gereiztheit/Übersäuerung:  Nr. 6 Kalium sulfuricum, Nr. 9 Natrium phosphoricum, Nr. 10 Natrium sulfuricum, Nr. 11 Silicea. Jeweils zehn Tabletten für vier Wochen
- Burnout „Energieschaukel“ plus: Nr. 21 Zincum chloratum, Nr. 22 Calcium carbonicum. Je fünf bis sieben Stück für vier Wochen.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 10/09 ab Seite 20.

Tanja Sinzig-Huskamp, tanja.sinzig@gmx.net

Stichworte: Depression, Dr. Schüßler, Energieschaukel, Erschöpfung, Ferrum phosphoricum, Homöopathie, Kalium phosphoricum, Magnesium phosphoricum, Mineralsalze, Mineralstoffe, Natrium chloratum, Schlafstörungen, Schüßler Salze, Zincum chloratum, calcium carbonicum, heiße Sieben, Übersäuerung

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