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Kleine Änderungen im Tagesablauf können beim Typ-2-Diabetiker zu besseren Blutzuckerwerten führen. Das zeigt die kürzlich veröffentlichte ROSSO-Praxisstudie.
Bereits vor über zehn Jahren waren etwa 80 Prozent aller Zuckerkranken vom Diabetes Typ 2 betroffen. Heute sind es circa 90 Prozent - mit weiter steigender Tendenz. Und sie werden immer jünger. Trotz adäquater Behandlung sind vor allem die Folgeerkrankungen das Problem. Dabei es ist nie zu spät für eine Änderung des Lebensstils.
Gute Hilfe bietet die Stiftung „Motivation zur Lebensstil-Änderung – Chance bei Diabetes“ (www.chance-bei-diabetes.de). Hier können Sie sich über Möglichkeiten zur Unterstützung „Ihrer Diabetiker“ informieren. Auf der Seite finden Sie zum Download die Broschüre „Eigeninitiative“. Noch einfacher: Bestellen Sie diese kostenlos in gedruckter Version zur Weitergabe an Ihre Kunden! (Tel: 0800-9988783).
Die Broschüre beinhaltet eine 12-Wochen-Anleitung, die Typ-2-Diabetikern mit oder ohne Tablettentherapie eine Veränderung ihrer Lebensgewohnheiten – hin zu einem Plus an Bewegung, regelmä ßigen Blutzuckermessungen und einer gesunden Ernährung – spielerisch näher bringt.
An die Arbeit! Vorreiter war die erfolgreich getestete ROSSO-Praxisstudie, deren Ergebnisse im Juni veröffentlicht wurden. An der dreimonatigen Untersuchung nahmen 327 nicht- Insulin-behandelte Typ- 2-Diabetiker teil, die bisher wenig Erfahrung mit der Blutzuckerselbst - kontrolle hatten. Der Body-Mass- Index (BMI) der Teilnehmer lag jeweils über 27, ihr Diabetes war seit maximal fünf Jahren bekannt. Vor Studienbeginn wurden zahlreiche Stoffwechselparameter wie Blutdruck, Blutzucker, HbA1c, Blutfettwerte sowie Gewicht und Wohlbefinden dokumentiert.
Dann ging es los: mittels Blutzuckermessgerät, 100 Teststreifen, Schrittzähler, Maßband und einer Eigeninitiative-Broschüre. In den kommenden drei Monaten hieß es für die Teilnehmer ausgewogen essen, mehr bewegen – wobei bereits ein täglicher Abendspaziergang dazu zählte – und regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte. Monatlich gaben die Probanden ihre Gewichtsdaten sowie Taillenumfang, gemessene Schrittzahlen und Blutzuckertagesprofil an das Studienteam von Professor Stephan Martin vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) weiter.
Fitter, schlanker, bessere Werte Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Für alle Studienteilnehmer war das Engagement von Erfolg gekrönt. Im Schnitt verbesserte sich der HbA1c-Wert von 6,7 auf 6,4 Prozent. Blutdruck und LDL-Cholesterin wanderten in grüne Bereiche. Erstaunlich: Jeder verlor durchschnittlich 2,3 Kilo Gewicht und die Taille erschlankte um satte 4,2 Zentimeter. Es wurde viel gelaufen – im Schnitt 2000 Schritte mehr als üblich. Das machte ein Bewegungsplus von 39 Prozent aus. Gleichzeitig stieg das persönliche Wohlbefinden. Und das alles komplett ohne zusätzliche Medikamente.
Unterstützen auch Sie Ihre Kunden mit Hilfe der Eigeninitiative-Broschüre und machen Sie Ihnen Mut! Ein gesunder Weg, aktiv etwas gegen den Typ-2-Diabetes zu tun.
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 09/09 auf Seite 34.
Kirsten Metternich, info@metternich24.de
Stichworte: Bewegung, Blutzucker, Diabetes, Lebensweise