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Die Tätigkeit in der Apotheke ist nachhaltig. Sie beeinflusst das Wohlergehen unserer Kunden und bringt uns Anerkennung – bis hinein in unser Privatleben.
Ich beneide dich um deine Arbeit, denn sie hat so etwas Nachhaltiges“. Das waren die Worte unseres Freundes Rüdiger, der für eine Werbeagentur tätig ist. Ja, unsere Tätigkeit hat nachhaltige Auswirkungen. Nachhaltigkeit ist ein modernes Schlagwort geworden. Es steht meistens für einen rücksichtsvollen Umgang mit der Umwelt und den Auswirkungen auf spätere Generationen.
Auch unsere Arbeit in der Apotheke hat lang anhaltende Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlergehen, in diesem Fall das unserer Kunden. Schon der einfache Tipp, Schleimlöser nicht zur Nacht einzunehmen, sorgt für einen ruhigen Schlaf. Hinweise auf die richtige Einnahme sind nur ein Teil unserer Leistungen, der andere ist die umfassende Beratung.
In einem vertrauensvollen Gespräch können wir die Bedürfnisse und Nöte unserer Kunden erspüren. „Ich weiß gar nicht, warum mein Blutdruck in der letzen Zeit so erhöht ist. So etwas hatte ich noch nie.“ Das waren die Worte unserer Stammkundin Gisela Müller. Vorsichtig habe ich mich dann erkundigt, wie es mit den Wechseljahren bei ihr steht. „Ja, so langsam geht es los.“ Schon war der Einstieg in ein gutes Gespräch gefunden. Eine einfühlsame Beratung ist gewonnene Gesundheit und Wohlergehen für unsere Kunden.
Die Arbeit in der Apotheke hat auch nachhaltige Auswirkungen auf uns. Die Menschen in unserem Umfeld kennen uns als „Die von der Apotheke“. Meistens wohnen wir in der Nähe der Apotheke und wir begegnen unseren Kunden auch in der Freizeit. „Kannst du mir bitte Hustensaft und Fieberzäpfchen mitbringen? Die Kinder sind so krank und ich kann nicht weg“. So bat mich meine Nachbarin Lisa.
Oder auf der letzten Geburtstagsfeier fragte mich Tante Helga vertrauensvoll: „Was kann ich am besten gegen Zecken machen? Minka, unsere Katze, bringt immer welche mit.“ Auf dem Markt vor der Apotheke zückte in der vergangenen Woche die Marktfrau ein Rezept mit den Worten. „Ach, wo ich Sie gerade sehe, haben Sie diese Medikamente da? Könnten Sie mir die Sachen ausnahmsweise her bringen, ich komme hier so schlecht weg. Und könnten Sie mir dann auch noch etwas für meine müden Beine empfehlen? Ich habe da heute solche Probleme“.
Unsere Tätigkeit ist nicht nur ein Job, sondern eine Leben mit dem Beruf und der Apotheke. Aber Achtung, das soziale Netz hat Risiken und Nebenwirkungen, denn auch Pannen sprechen sich in kurzer Zeit herum. Und so kann ein unzufriedener Kunde schnell großen Schaden anrichten.
Unser Tun hat großen Einfluss auf das Wohlergehen anderer. Das sollten wir immer bedenken und unsere Arbeit in der Apotheke mit dem entsprechenden Respekt und der nötigen Verantwortung leisten. So können wir etwas für die Menschen um uns herum und auch für uns tun. Und so verdienen wir uns nachhaltig Anerkennung und Respekt. Und darum lohnt es sich, in der Apotheke zu arbeiten.
Was ist Ihre Motivation, als PTA zu arbeiten? Schreiben Sie uns, warum Sie gerne in Ihrem Beruf arbeiten! E-Mails bitte an Petra Peterle: p.peterle@uzv.de
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 09/09 auf Seite 28.
Astrid Schleich, astrid_schleich@web.de
Stichworte: Einfluss, Job, Kunden, Motivation, Nachhaltigkeit, PTA, Respekt