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Die erste unblutige Blutdruckmessung am Menschen wurde vermutlich von dem Physiologen Karl von Vierordt (1818 bis 1884) mit dem 1854 entwickelten Sphygmographen, einem Pulsschreiber, vorgenommen. 1883 stellte der österreichische Pathologe Samuel Siegfried Karl Ritter von Basch (1837 bis 1905), Hausarzt von Kaiser Maximilian I von Mexiko, ein transportables, zur ambulanten Blutdruckmessung gedachtes Metallsphygmomanometer vor.
Der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci veröffentlichte 1896 eine einfachere Methode des Sphygmomanometers mittels Quecksilber und damit den Prototypen der modernen Messgeräte. Ihm zu Ehren wird heute noch in der medizinischen Dokumentation der in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) gemessene Blutdruckwert mit RR (Riva-Rocci) abgekürzt. 1905 verbesserte der russische Militärarzt Nikolai Sergejewitsch Korotkow (1874 bis 1920) die Riva-Rocci-Methode, indem er das Stethoskop einsetzte und die Messung um den diastolischen Druck erweiterte.
Heinrich Jacob von Recklingshausen (1867 bis 1942) verbesserte ab 1901 stetig die Oberarmmessmanschetten und führte in den 1930er-Jahren durch Verwendung von Feder- oder Kapselmanometern die oszillometrische Messung ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Instrumente kleiner. Seit 1976 gibt es handliche, elektronische Selbstmessgeräte, die Patienten die Blutdruckbestimmung ohne Arzt ermöglichen.
Den vollständigen Artikel finden Sie in Die P.T.A. in der Apotheke 11/07 ab Seite 8.
Eva-Maria Stoya
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