Praxis

Lausige Zeiten

Foto: G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG
Foto: G. Pohl-Boskamp
GmbH & Co. KG
„Wir haben Läuse”, sagt die Kundin leise und blickt sich verschämt um. Dabei sind Kopfläuse kein Zeichen mangelnder Hygiene. Eine ausführliche Beratung ist hier angebracht, weil unzureichende Behandlung die Plagegeister sonst bald erneut auftauchen lässt.

Wenn von Läusen die Rede ist, so denkt man automatisch an die am weitesten verbreitete Kopflaus (Pediculus humanus capitis). Doch zwei weitere Arten haben sich ebenfalls speziell an den Menschen als Wirt angepasst: Die Kleiderlaus (Pediculus humanus humanus) und die Filzlaus (Phthirus pubis). Erstere lebt nicht direkt auf dem Menschen, sondern versteckt sich in körpernahen Kleiderfalten.

Nur zum Blutsaugen kommen die mit drei bis viereinhalb Millimeter größten Vertreter der Läuse auf die Haut des Menschen. Ihr Biss löst einen besonders starken Juckreiz aus. Durch das Aufkratzen dieser Bisswunden kann es zu bakteriellen Infektionen kommen. Übertragen werden Kleiderläuse durch Körperkontakt, gemeinsam genutzte Bettwäsche oder Bekleidung. Ihr Auftreten hat – im Gegensatz zu Kopfläusen – tatsächlich mit schlechter Hygiene zu tun. Regelmäßiges Wechseln und Waschen der Kleidung (bei 60 °C) sowie allgemeine Körperpflege dienen der Vermeidung und Bekämpfung der Kleiderläuse. Der Befall muss in Deutschland beim Gesundheitsamt gemeldet werden. 08/07

Marion Hofmann-Aßmus

Den vollständigen Artikel finden Sie in Die P.T.A. in der Apotheke 08/07 ab Seite 14.

Marion Hofmann-Aßmus

Stichworte: Allethrin, Dimeticon, Filzlaus, Filzläuse, IR 3535, Kleiderlaus, Kopflaus, Kopfläuse, Lindan, Läuse, Läusekamm, Nissen, Nissenkamm, Pediculus humanus capitis, Pediculus humanus humanus, Permethrin, Phthirus pubis, Pyrethrum

Weitere Informationen

Zur Übersicht

  • Facebook
  • Twitter
  • delicious
  • MisterWong
  • stumbleupon
  • Google
  • Reddit
  • Digg
  • Technorati
  • Newsvine
  • Windows
  • Yahoo!
  • RSS