Thema Juni 2004
Beratungspraxis „Vergiftungen“
Die Aussage von Paracelsus „dosis facit venenum“ gilt im Prinzip für jede Substanz: ein Stoff kann im menschlichen Organismus eine giftige Wirkung entfalten, wenn nur die aufgenommene Menge groß genug ist. Die Alltags„gifte“ lauern in Haushalt und freier Natur. Und dann gilt: richtiges Verhalten im Notfall kann im Zweifel Leben retten.
Die genaue Zahl der Menschen, die jedes Jahr eine Vergiftung erleiden oder daran sterben ist nicht bekannt, Experten schätzen aber, dass es Hunderttausende sind. Neben chemischen Substanzen, seien es Arzneimittel, chemische Haushaltsprodukte, Pflanzenschutzmittel oder andere Chemikalien, können Pflanzen, Pilze oder Tiere Vergiftungen verursachen. In vielen Ländern wurden deshalb Giftinformationszentren etabliert, die informieren und beraten.
Die zentrale Erfassungsstelle für Vergiftungen im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sammelt seit 1990 ärztliche Mitteilungen über Vergiftungen nach § 16e Chemikaliengesetz, die von den Giftinformationszentralen der Länder, von Krankenhäusern oder niedergelassenen Ärzten, aus dem Arbeitsschutz und aus der Umweltmedizin gemeldet werden. Das BfR wertet diese Meldungen aus und leitet daraus Empfehlungen ab, die das Gesundheitsrisiko minimieren können. Von 1990 bis 2002 gingen insgesamt 8.902 Vergiftungsmeldungen aus Klinik und Praxis ein.
Über 90 Prozent der im Jahr 2002 gemeldeten Fälle ereigneten sich im Zusammenhang mit Arbeitsunfällen. Verursacht wurden die Vergiftungen zum Beispiel durch beruflich verwendete Chemikalien, durch Störfälle, Transportunfälle mit gefährlichen Gütern, aber auch durch Haushaltschemikalien sowie unsachgemäß eingesetzte Arzneimittel und Pestizide. In 16 Fällen führten die Vergiftungen zum Tod, 11 davon ereigneten sich in Selbstmordabsicht. Die P.T.A.06/04
Dörte Lange
Den vollständigen Artikel finden Sie hier oder in Die P.T.A. 6/04 ab Seite 6.
Dörte Lange
Stichworte: Fortbildung, Fortbildungspunkt, Monatsthema, P.T.A. Fortbildungspunkt, Vergiftungen
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