Zertifikat-Aktion Teil III
Schützen Sie Ihr Augenlicht!
Unsere Augen sind von verschiedenen Seiten anfällig für Krankheiten. Zum einen ist das Zusammenspiel der einzelnen Strukturen sehr komplex und daher auch sehr störungsempfindlich. Zum anderen sind die Augen anatomisch exponiert und durch die Umwelt unterschiedlichsten Gefahren ausgesetzt.
Eine häufige Erkrankung der Augen ist die Bindehautentzündung, die so genannte Konjunktivitis. Sie kann durch mehrere Faktoren ausgelöst werden, z. B. trockenes Auge, Infektionen oder eine Verletzung. Gleichzeitig unterscheidet man verschiedene Formen einer Konjunktivitis: die akute, unspezifische Reizkonjunktivitis, die chronische Konjuktivitis sowie die akute, allergische Konjunktivitis (siehe auch Teil II).
Akute, unspezifische Form
Als erstes sind hierbei die physikalischen Reize zu nennen, Rauch, Staub, Wind, Fremdkörper, Verletzung aber auch Überanstrengung durch Bildschirmarbeit. Ein anderer wichtiger Auslöser sind Infektionen durch z. B. Bakterien oder Viren. Außerdem können bestimmte Erkrankungen in der Nähe des Auges, wie das Wachstum eines Karzinoms, solche Entzündungen hervorrufen. Besonders bekannt sind sicherlich die Bindehautentzündungen, teils verursacht durch Benetzungsstörungen bei trockenen Augen, teils bedingt durch Allergien.
Wer an einer
Konjunktivitis leidet, hat rote und geschwollene Augen, scheut das Licht und die Augen tränen. Handelt es sich eher um eine Reizkonjunktivitis, sind die Symptome vor allem Fremdkörpergefühl und Brennen; bei Allergie sind die Symptome Jucken und Schwellung zumeist stärker ausgeprägt. Wenn die Konjunktivitis chronisch ist, verschwindet die Schwellung meist, und die Augen tränen auch nicht mehr so stark.
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Foto: Meditron GmbH |
Die Erkrankung muss unbedingt von einem Augenarzt behandelt werden, der herausfinden kann, wodurch die Entzündung hervorgerufen wurde. Wenn nötig, wird er beispielsweise antibakterielle oder antivirale Medikamente verschreiben. Da diese in Form von Tropfen oder Salben direkt auf die erkrankte Stelle aufgebracht werden können, sind sie meist hochwirksam und helfen, das Risiko schwererer Infektionsverläufe zu vermeiden. Außerdem zeigen sie im Vergleich zu Antibiotika in Tablettenform oder als Injektion nur wenig Nebenwirkungen.
Risiken vermeiden
Sind die Ursachen zum Beispiel physikalische Reize oder Überanstrengung durch Bildschirmarbeit müssen spezielle Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um diesen entgegenzuwirken. In der akuten Therapie werden adstringierende Augentropfen zu Verminderung der Symptome gegeben. Diese Adstringenzien sollten aber nur kurze Zeit, das heißt maximal 5 Tage hintereinander, angewendet werden.
Der Einsatz von adstringierenden Augentropfen über die empfohlene Zeit hinaus sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen, da eine Daueranwendung schädlich sein kann.
Die P.T.A.03/04
Christiane Hefendehl
Den vollständigen Artikel finden Sie hier oder in Die P.T.A. 03/04 ab Seite 41.
Christiane Hefendehl
Stichworte: Allergie, Auge, Augeninnendruck, Diabetes, Fortbildung, Glaukom, Grauer Star, Konjunktivitis, Retinopathie, Verletzungen, grüner Star
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