© Peter Frischmuth
Die Mecklenburgische Seenplatte zählt zu den größten und faszinierendsten Seengebieten Europas und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Das Gute: Nicht nur Wasserratten, sondern auch Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten.
Im Südosten der Mecklenburgischen Seenplatte, an der Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, liegt der Naturpark Feldberger Seenlandschaft mit seinen klaren Seen und einer einzigartigen Flora und Fauna. Angler, Taucher und Schwimmer finden hier paradiesische Bedingungen und beste Wasserqualität. Aber auch alle, die die Landschaft zu Fuß erkunden und dabei immer wieder traumhafte Seeblicke genießen möchten, haben reichlich Gelegenheit dazu.
Gut für die Kondition und die Herzkraft sind ausgedehnte Wanderungen mit regelmäßigen Erholungspausen – stets in gemäßigtem Tempo und ohne beim Gehen aus der Puste zu kommen. Wer längere Strecken nicht scheut und gut eingelaufene, hochwertige Wanderschuhe besitzt, entscheidet sich vielleicht für unsere etwa 15 Kilometer lange Rundwanderung durch die Feldberger Seenlandschaft. Tipp: Zwischen Frühjahr und Herbst besteht die Möglichkeit, die Tour auf etwa halber Strecke abzubrechen und mit der Fähre zurückzuschippern.
Tour des Monats: Um den Schmalen Luzin Die abwechslungsreiche Wanderung, für die Naturfreunde abhängig vom Lauftempo vier bis fünf Stunden einkalkulieren sollten, beginnt am Parkplatz an der Luzinhalle in Feldberg. Von hier aus führt ein Pfad hinab zur Luzinfähre, einer einzigartigen handbetriebenen Seilfähre, die über den klaren Schmalen Luzin führt. Dieser etwa sieben Kilometer lange flussähnliche Rinnensee gilt als Perle des Naturparks Feldberger Seenlandschaft und macht seinem Namen alle Ehre: Denn der Schmale Luzin ist nie breiter als 300 Meter. Vom Fähranleger geht es entlang des Seeufers in Richtung des Fischerdorfs Carwitz. Wer mag, nimmt unterwegs ein Bad, beispielsweise „Am Schmal“, der schmalsten Stelle des Sees, oder an der Badestelle von Carwitz.
Weiter geht es durch die Naturschutzgebiete Hauptmannsberg und Hullerbusch, wo Besucher fantastische Ausblicke genießen und zahlreiche Findlinge aus der Weichseleiszeit bestaunen können. Der bekannteste Findling der Gegend ist der Teufelsstein. Die Legende erzählt, dass seine Vertiefungen von den Krallen des Teufels stammen. Vom Teufelsstein aus führt der Weg an einem Kesselmoor vorbei zum Hünenwall und auf eine Straße. Wer die Wanderung hier beenden möchte, geht links in Richtung „Hotel-Restaurant Hullerbusch“ und kann mit der Luzinfähre (Betriebszeiten beachten!) zum anderen Ufer übersetzen. Wer noch marschieren möchte, nimmt den Weg ins nördlich gelegene Wittenhagen. Von dort geht es längs der Landstraße zurück nach Feldberg und zum Parkplatz. Mehr Infos übers Wandern und seine gesunden Seiten bekommen Sie und Ihre Kunden unter www.wanderverband.de und unter www.wanderbares-deutschland.de.
KURZ & KNAPP
Wanderroute: Durch den Naturpark Feldberger Seenlandschaft
Bundesland: Meckl.-Vorpommern
Schwierigkeitsgrad: mittel
Länge: ca. 15 Kilometer
Dauer: ca. 5 Std. (zügig 3,75 Std.)
Besonderheiten: Wenige steile Passagen, herrliche Seeblicke und Bademöglichkeiten
Infos: www.feldberger-seenlandschaft.de
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 08/10 ab Seite 62.
Andrea Neuen-Biesold
Stichworte: Feldberger Seenlandschaft, Herz, Mecklenburgische Seenplatte, wandern