Ganzheitliches Wohlbefinden

Aromatherapie: Ätherische Öle

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Die Aromatherapie als Bereich der Phytotherapie zählt zur klassischen westlichen Medizin, sie unterstützt diese als komplementäres Verfahren. Daneben existiert auch die Aromapflege.

Die Nutzung der ätherischen Öle zur Therapie ist Medizinern und Heilpraktikern vorbehalten. Diese Heilmethode wirkt nicht nur über die Nase, sondern wird zudem auch intern und perkutan angewandt. In der Apotheke darf über diese Therapie beraten werden. Unter der Aromapflege versteht man dagegen die präventive Maßnahme zur Anregung der Selbstheilungskräfte und des Immunsystems.

Hierzu gehört die aromatische Hausapotheke oder die Anwendung im Wellnessbereich von Hotels und Freizeiteinrichtungen. Aber auch bei der Begleitung von Schwerkranken, zum Beispiel im Hospiz, kann die Aromapflege zum Einsatz kommen. Die Aromatherapie ist in Frankreich zur innerlichen Anwendung, in England zur Anwendung für Haut und Pflege etabliert. Empirische Erfahrungen über ätherische Öle existieren bereits seit fast 5000 Jahren.

KENNZEICHNUNG ÄTHERISCHER ÖLE
- Botanischer Name
- Ursprungsland der verwendeten Pflanze
- Verwendeter Pflanzenteil
- Gewinnungsverfahren
- Anbauqualität
- Chargennummer
- 100 Prozent naturreines ätherisches Öl
- Vermerk „gesundheitsschädlich beim Verschlucken“*
* Hersteller mit Adresse

Qualitätskriterien und Einsatzgebiete In der Aromatherapie werden die reinen, unverfälschten ätherischen Öle genutzt. Naturidentische Öle sind resynthetisiert und haben daher eine abgeschwächte Wirkung, da viele wichtige Stoffe des Naturproduktes fehlen. Es kann hier jedoch eine Arzneibuchqualität erzielt werden. Solche Öle werden zum Beispiel in der Kosmetikindustrie genutzt. Die synthetischen Öle kommen in der Natur in dieser Form nicht vor, bei ihnen ist keine therapeutische Wirkung zu erwarten. Eingesetzt werden sie für Parfums und Kosmetik.

Gewinnungsverfahren und deren Einsatz Mittels Kaltpressung gewinnt man schonend das Öl aus Schalen von Zitruspflanzen. Durch Wasserdampfdestillation entstehen aus Blüten das Blütenöl und als Nebenprodukt Hydrolate, die die wasserlöslichen Bestandteilen der Blüten enthalten, zum Beispiel Rosenhydrolat für die Marzipanherstellung. Für Harze oder bestimmte empfindliche Blüten erfolgt die Extraktion mit Hilfe von flüchtigen Lösungsmitteln, zum Beispiel Hexan.

Duftnoten der ätherischen Öle Die Düfte werden nach dem französischen Parfümeur G.W. Septimus Piesse in Duftnoten eingeteilt: Die Kopfnote umfasst meistens Zitrusöle (z.B. Zitrusfrüchte, Rosmarin), die anregend und erfrischend wirken, jedoch nur ein bis zwei Stunden wirken. Die Herznote (z.B. Ysop, Latschenkiefer, Geranie.) umfasst Blütenöle, deren Wirkung zwei bis vier Stunden anhält. Zur Basisnote zählen Hölzer (z.B. Zedernholz, Sandelholz), deren Wirkung über vier Stunden anhält. Sie duften schwer und manches Mal moschusartig. Für Mischungen von ätherischen Ölen sollen jeweils ein bis zwei Öle je Kategorie gemischt werden.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 07/10 auf Seite 67.

Dr. Elke Knop-Schneickert

Stichworte: Aromapflege, Aromatherapie, Knop-Schneickert, Medical Wellness, Selbstheilungskräfte, Ätherische Öle

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