Weiterbildung

Karriere: Ausbildung zur Ernährungsberaterin

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In diesem Beruf helfen Sie Kranken und Gesunden auf dem Weg zur optimalen Ernährung. Ihr Fachwissen und Ihre Beratungskompetenz sind die besten Voraussetzungen dafür.

Eine bewusste Ernährung kann helfen, Krankheiten vorzubeugen oder ihr Entstehen zu verzögern. Als Ernährungsberaterin führen Sie zum Beispiel Einzel- und Gruppenschulungen für Zuckerkranke, Patienten mit Nahrungsmittelallergien oder Herzkrankheiten durch. Oder Sie erklären an Volkshochschulen, in welchen Nahrungsmitteln Zucker oder versteckte Fette lauern, wie man gesund kocht und erarbeiten mit den Betroffenen persönliche Ernährungspläne – ob zur Gewichtsabnahme, für Sportler oder eine schwangere Diabetikerin.

Dieses Wissen können Sie auch gut in der Apotheke einbringen. Weitere Arbeitsorte sind Kliniken, größere Arztpraxen, Kinder- und Altenheime oder eine eigene Praxis. Das Einkommen variiert; für den öffentlichen Dienst gilt – als grobe Orientierung – ein Bruttogehalt von 2600 bis 3200 Euro.

Kurze Lehrgänge Das Weiterbildungsinstitut PTA (wipta) in Saarbrücken bietet einen Kurs „Fachkraft für Beurteilung von ernährungsbedingten Krankheitsbildern und Therapiemöglichkeiten (IHK)“. In vorbereitenden Selbstlernphasen und zwei einwöchigen Präsenzseminaren wird Wissen von den Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Nahrung bis zur Ernährung bei Krankheiten gelehrt. Damit können Sie in der Apotheke zum Beispiel in Gesprächen oder Kursen Informationen zur richtigen Ernährung vermitteln. Die Kosten betragen 2 587,80 Euro plus IHK-Zertifikatsprüfung (Industrie- und Handelskammer), Unterlagen und Verpflegung sind enthalten. Die Bundesapothekerkammer vergibt Fortbildungspunkte.

Einen staatlich zugelassenen Fernlehrgang bietet zum Beispiel die Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) an. Hier werden in 14 Monaten für 1694 Euro unter anderem das Erstellen von Ernährungsplänen, Lebensmittelkunde und ernährungsbedingte Krankheiten gelehrt. Der Kurs setzt den Realschulabschluss oder eine ähnliche Bildung voraus und beinhaltet ebenfalls Fortbildungspunkte.

Das SGD-Zertifikat „Ernährungsberater/in“ erfordert noch ein Seminar (kostet extra) mit Prüfung. Damit können Sie die präventive Beratung für Gesunde zwar nicht über die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) abrechnen, aber für Selbstzahler anbieten.

Das Institut für Fortbildung im Ernährungs- und Gesundheitsbereich (IFE) bietet staatlich anerkannte Lehrgänge zum Ernährungsberater (Dauer: 9 Wochen, ca. 630 Euro), Ernährungs- und Diätberater (5,5 Monate, ca. 1120 Euro) und Food Coach (11 Monate, ca. 1765 Euro) an. Das Institut ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin DGEM und im Forum DistancE-Learning, dem Fachverband für Fernlernen und Lernmedien e.V. Zusätzlich sind die Fernlehrgänge bei den Apothekerkammern akkreditiert, sodass nach deren Absolvierung bis zu 29 Fortbildungspunkte anerkannt werden.

Diätassistentin Die Ausbildung an einer staatlich anerkannten Schule dauert drei Jahre. Angeboten wird sie in vielen Städten in Berufsfachschulen, Bildungszentren und Kliniken. Interessierte sollten auf die Kosten achten: Einige Schulen verlangen über 6000 Euro, andere nichts – vor allem Universitätskliniken. Die Schule in Gießen/Marburg etwa bietet Plätze für Bewerber mit Realschulabschluss, Hauptschulabschluss plus zweijähriger Berufsausbildung oder Abitur.

Das erste Jahr besteht aus Unterricht; im zweiten und dritten Jahr wechseln Schule und Praktika (zum Beispiel in Klinikküche, Kinderstation, endokrinologischer Abteilung oder Ernährungsteam) monatlich ab. Ausbildungsziel ist das selbstständige Durchführen „diättherapeutischer und ernährungsmedizinischer Maßnahmen auf ärztliche Anordnung oder im Rahmen ärztlicher Verordnung“. Diätassistenten wirken in Kliniken, Gesundheitszentren und Arztpraxen bei Prävention und Therapie von Krankheiten mit, schulen Patienten, erstellen Diätpläne, berechnen Nährwerte, halten Vorträge und arbeiten mit Krankenkassen und Gesundheitsamt zusammen.

ÜBERSICHT DER INTERNETADRESSEN:
Weiterbildungsinstitut PTA: www.wipta.de
Studiengemeinschaft Darmstadt: www.sgd.de
Institut für Fortbildung im Ernährungs- und Gesundheitsbereich: www.ife-brinkhaus.de
Verband der Diätassistenten: www.vdd.de

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 04/10 ab Seite 70.

Helga Brettschneider, hbrettschneider@hotmail.com

Stichworte: Ausbildung, Diätassistentin, Ernährungsberaterin, Fernlehrgang, Karriere, Lehrgang, Weiterbildung

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