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Setzen Sie Ihre guten Vorsätze gleich in die Tat um und machen Sie sich an die Planung der Marketing-Aktivitäten für 2010 – es wird höchste Zeit!
Das Ende eines Jahres ist immer auch Anlass, Bilanz zu ziehen. Bevor Sie mit den Überlegungen für dieses Jahr starten, lassen Sie erstmal das Jahr 2009 Revue passieren. Sprechen Sie in der nächsten Teamsitzung über die Marketingaktivitäten des vergangenen Jahres und sammeln Positives wie Negatives gleichermaßen. Wenn alle in einer offenen und vertrauensvollen Gesprächsatmosphäre ihre Eindrücke äußern, haben Sie eine gute Basis dafür, was in 2010 wiederholt werden kann und was möglicherweise anders gemacht werden sollte.
Wie soll 2010 werden? „Das machen wir immer so“ sollte nicht die Triebfeder für die Aktionen Ihres Teams sein. Setzen Sie sich Ziele! Diese können sich auf den Umsatz, bestimmte Themen (Profil bei Naturheilkunde weiter stärken) oder auf eine ausgewählte Klientel (unser Team begleitet und berät junge Mütter) beziehen.
Was machen wir? Anschließend geht es um die Frage, mit welchen Mitteln die Ziele erreicht werden können. Das Spektrum reicht von Schaufensterdekorationen, Informations- und Verkaufsaktionen über Handzettel und Kundenanschreiben bis zu Vortragsveranstaltungen. Empfehlenswert ist, jeweils einen Aufhänger zu haben. Dazu können Sie Ihre Marketing-Aktivitäten zum Beispiel an saisonale Themen koppeln: hautschonende Schminke zum Karneval, Verwöhn-Geschenke zum Valentinstag, Sonnenschutz oder Reiseapotheke zur Urlaubszeit.
Aber auch die zahlreichen nationalen und internationalen Aktionstage bieten sich als Aufhänger für Apotheken-Themen und –Aktionen an. Am „Tag der Zahngesundheit“ klären Sie auf über Zahnpflege und entsprechende Mittel aus der Apotheke. Am „Internationalen Tag der Familie“ bieten Sie Spiel, Spaß und Gesundheitsberatung für die Eltern und Kinder und der „Weltnichtrauchertag“ ist der Startschuss für Ihr Angebot für alle, die mit dem Rauchen aufhören möchten. Am Ende des Beitrags finden Sie eine Jahresübersicht über Termine, die für ein Apotheken-Angebot in Frage kommen können.
Schon ein erster Blick verrät: Alle Tage und Themen können Sie gar nicht umsetzen. Daher ist jetzt die beste Zeit, diejenigen herauszusuchen, die am besten zu Ihrem Apotheken-Team, Ihrer Zielgruppe, Ihrer Kundschaft und Ihren Zielen für 2010 passen. Übrigens: Sollten Ihnen die genannten Termine der Jahresübersicht nicht ausreichen, finden Sie im Internet noch mehr, zum Beispiel unter www.zbmed.de/index.php?id=745 oder unter www.infodienst.bzga.de. Hier erhalten Sie auch Informationen über die Organisationen, die als Initia - toren hinter diesen Aktionstagen stehen. Häufig bieten diese auch Informations- oder Aktionsmaterial rund um das jeweilige Thema an, das Sie nutzen können.
Was brauchen wir? Bevor die Marketing-Aktivitäten ihren Zweck – nämlich letztlich mehr Geld in die Kasse zu bringen – erfüllen können, kosten sie erstmal Geld. Notieren Sie alles, was für die bis jetzt geplanten Aktivitäten benötigt wird (Papier, Gestaltung, Druck, Porto, Anzeigenschaltkosten, Aushilfskräfte etc.) und welche Kosten hierfür zu veranschlagen sind. Nutzen Sie diese Sammlung auch, um Geld zu sparen, in dem Sie bei Einkauf oder Buchungen günstigere Konditionen für die größere Menge verhandeln.
FAUSTFORMEL FÜR DIE ZEITPLANUNG
+ 10–12 Wochen vor einer Aktion Planung beginnen (Aktions-Name, Inhalte, Ziele, Ablauf, notwendiges
Material, Personal, Partner, Werbemaßnahmen etc.)
+ 4–8 Wochen vor einer Aktion Werbematerial gestalten (Pressetexte und Werbebriefe verfassen, Flyer,
Plakate und Anzeigen gestalten)
+ 3–4 Wochen vor einer Aktion mit Einladung und Werbung beginnen (Anzeigen, Plakate, Handzettel,
Internet-Seite, Werbebriefe etc.)
+ 1–2 Wochen vor einer Aktion Material und Geräte prüfen, im Team Details der
Beratung/Informationsvermittlung absprechen (ggf. Schulung), Kunden gezielt mit Flyer oder
Werbebrief ansprechen.
Wer macht was? Wenn die Marketing-Aktivitäten geplant werden, sollte auch gleich überlegt werden, wer welche Aufgaben übernimmt. So können Vorlieben und besondere Fähigkeiten berücksichtigt und zum Vorteil des Teams eingesetzt werden. Außerdem ist eine gleichmäßige Verteilung der Aufgaben möglich – und fair geteilte sowie selbst gewählte Tätigkeiten machen doch viel mehr Spaß als kurzfristig zugeteilte.
…und wann? Gutes Timing entscheidet! – und zwar darüber, wie viel Stress und Arbeit die verschiedenen Marketing-Maßnahmen verursachen und auch darüber, wie erfolgreich sie werden. Rechtzeitiger Start der Vorbereitungen: Zu späte Einladungen zu oder Ankündigungen von Veranstaltungen beispielsweise führen häufig zu Misserfolg (im Kasten oben finden Sie ein paar Faustformeln für die Vorplanung).
Das richtige Thema zum richtigen Zeitpunkt: Manche Themen sind saisonal geprägt, dann ist Ihre Zielgruppe ohnehin sensibilisiert und schenkt ihnen mehr Aufmerksamkeit. Allgemeine Aktionstage (siehe auch Jahresübersicht im PDF) werden in der Regel in den Medien aufgegriffen und sind durch deren Berichterstattung im Bewusstsein Ihrer Zielgruppe – dies können Sie durch parallele Aktivitäten Ihres Apotheken-Teams ausnutzen.
Die passende Mannschaft an Bord: Denken Sie in Ihrer Marketing-Aktivitäten-Planung auch an die Planung des Personal-Einsatzes. Dazu gehört die Koordinierung mit den Urlaubsplänen Ihres Teams genauso wie die Berücksichtigung von immer wiederkehrenden Stoßzeiten (zum Beispiel Monatsabrechnungen) Konkurrenz beachten: Sie sind nicht die Einzigen, die die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe haben möchten. Auch andere Apotheken in Ihrem Umkreis sind aktiv – entscheiden Sie, ob Sie sich beispielsweise über Themen abstimmen können und möchten und ob Sie gemeinsam (um größere Aktionen bewältigen zu können) oder alleine agieren. Aber auch andere Ereignisse – lokale, wie zum Beispiel Stadtfeste, genauso wie internationale, wie zum Beispiel die Fußball Weltmeisterschaft – sollten in Ihrer Marketing-Planung berücksichtigt werden.
Benedikta Springer, b.springer@uzv.de
Stichworte: Aktionsplan, Marketing, Marketing-Aktivitäten, Planung, Werbung