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Kunden, die mit geröteten Hautpartien in Ihre Apotheke kommen, müssen nicht unbedingt gerade beim Sport gewesen oder sehr unsicher sein. Vielleicht gehören sie zu den zahlreichen Neurodermitikern.
Bei der Neurodermitis handelt es sich um eine nicht ansteckende, chronische Hauterkrankung. Symptome sind rote, schuppende, oft auch nässende Ekzeme auf der Haut sowie starker Juckreiz. Typisch ist die schubweise Aktivität mit immer wieder auftretenden Krankheitszeichen. Je nach Alter des Betroffenen zeigt sich bei der auch als atopisches Ekzem bezeichneten Krankheit ein individueller Verlauf. Neurodermitis ist nicht heilbar, die Symptome können jedoch behandelt werden.
Starke Belastung Zum einen ist da der unerträgliche Juckreiz, zum andern stellt die Neurodermitis einen immensen physischen Druck dar, denn sie steht den Betroffenen häufig buchstäblich „ins Gesicht geschrieben“. Dieser Druck wirkt sich wiederum ungünstig auf die Grunderkrankung aus. Ein Teufelskreis, der nur schwer durchbrochen werden kann. Bei der Entstehung der Krankheit wirken anlagebedingte, persönliche und Umweltfaktoren zusammen. Welche Faktoren dies im Einzelnen sind, ist individuell verschieden. Auf www.medfuehrer.de erhalten Sie mehr Informationen. Rechts finden Sie die Rubrik „Häufig gesuchte Krankheiten“. Suchen Sie hier zum Thema unter „Alle Krankheiten von A–Z“. Meist weiß Ihr erwachsener Kunde schon viel über seine Krankheit, ist aber dankbar für jeden neuen Ratschlag. Auch Eltern von betroffenen Kindern sind froh über jeden Hinweis, den sie bekommen. Hier haben Sie als PTA die Möglichkeit, Ihre Beratungskompetenz unter Beweis zu stellen, indem Sie zum Beispiel auf weiterführende Informationen im Internet verweisen. Nennen Sie Ihrem Kunden doch mal eine der folgenden Informationsquellen:
Wo informiere ich mich? www.neurodermitistherapie.info ist eine medizinische Informationsseite mit aktuellen Beiträgen rund um die Entstehung und Behandlung der Neurodermitis. Für Fragen steht eine kostenlose Sprechstunde zur Verfügung.
Auf der Homepage der Techniker Krankenkasse www.tk-online.de informieren Sie sich über die Entstehung, die Erscheinungsformen, darüber, wie der Arzt die Neurodermitis feststellt und über Therapiemöglichkeiten. Klicken Sie dazu unter „Medizin und Gesundheit“ auf „Krankheiten“ „von A–Z“. Auf der Seite www.medizinfo.de unter „Haut und Haar“ und „Neurodermitis“ finden Sie unter anderem Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft zur Behandlung der Krankheit. Hier wird auch auf den zusätzlichen Nutzen von psychotherapeutischen Therapiestrategien, wie zum Beispiel Wissensvermittlung, Entspannungstechniken, Selbst- sowie Kratzkontrolltechniken und Förderung sozialer Fertigkeiten hingewiesen.
Was kann man tun? www.neurodermitisschulung.de ist die Homepage der Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung e.V. Sie enthält Informationen zu einem Schulungsprogramm für Eltern neurodermitiskranker Kinder auf Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit. Es handelt sich um ein bundesweites Modellprojekt. Die Arbeitsgemeinschaft bietet Ausbildungen zum Neurodermitis- und Ernährungstrainer für Fachleute aus verschiedenen Disziplinen an. www.neurodermitis-hautwissen.de hält wertvolle Hilfestellungen wie Hintergrundwissen, Anregungen, Tipps und vieles Nützliche mehr rund um das Thema Neurodermitis für Betroffene und Angehörige bereit. www.derma.de Die Homepage der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V. gibt unter dem Stichwort „Hauterkrankungen“ und weiter „Neurodermitis“ umfangreiche Tipps für Betroffene.
Auslassungsdiäten Ihr Kunde erzählt Ihnen, dass sein Arzt ihm geraten hat, bestimmte Lebensmittel, wie zum Beispiel Eier oder Kuhmilch, wegzulassen. Dies nennt man „Auslassungs- oder Eliminationsdiät“. Auf der Homepage www.gesundheitsinformation.de klicken Sie links oben auf „A–Z Liste“ „Neurodermitis“ an und finden Informationen zum Stand der Forschung auf diesem Gebiet. Sie können diese Informationen zum Beispiel als pdf-Datei herunterladen und Ihren betroffenen Kunden mitgeben.
Speziell für Ihre Kunden Bei www.patienten-information.de handelt sich um einen Service der Bundesärztekammer und der kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Patientenfragen aufgreift. Im Bereich „Stichwortsuche nach Alphabet“ unter „Neurodermitis“ kann sich Ihr Kunde auf viele weitere Homepages durchklicken, wie zum Beispiel auf die des Deutschen Allergieund Asthmabundes e.V. (www.daab.de ).
www.iqwig.de Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ist ein unabhängiges wissenschaftliches Institut, das Nutzen und Schaden medizinischer Maßnahmen für Patienten untersucht. Informieren Sie sich hier laufend über Vor- und Nachteile verschiedener Therapien und Diagnoseverfahren, auch bei Neurodermitis.
Ein Herz für Tiere Hätten Sie’s gedacht? Auch des Menschen bester Freund, der Hund, kann unter Neurodermitis leiden, was Frauchen oder Herrchen dann sehr belastet. Beobachten Sie doch die Hunde Ihrer Kunden oder fragen Sie einfach mal nach. Erfahren Sie mehr hierzu bei www.wikipedia.org unter „atopische Dermatitis des Hundes“. Die Ursache und Entstehung ist wie beim Menschen noch nicht vollständig geklärt. So manch „armer Hund“ wird zwischen oft falschen Therapieversuchen mit Diäten und Kortison sicher an seiner „Herrschaft“ verzweifeln. Beraten Sie auch hier kompetent und tröstend und denken Sie niemals: „Das kratzt mich nicht!“
Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 12/09 ab Seite 72.
Barbara Schulze-Frerichs, Barb.SF@merope.de; Ursula Tschorn, ursula.tschorn@pharmazie.com
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