Fit für die Beratung

Zeigt her Eure Füße

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Schöne Füße sind im Sommer ein Blickfang. Aktivität und Sport führen aber oft zu Fußgeruch, Blasen- und Hornhautbildung. Mit den richtigen Pflegeprodukten muss das nicht sein!

Mit Beginn der sommerlichen Temperaturen stehen die so lange vernachlässigten Füße wieder im Mittelpunkt. Den ganzen Winter in Strümpfen und Schuhen versteckt, sollen sie sich nun in Sandalen von ihrer besten Seite zeigen. Das gelingt mit der richtigen Behandlung, denn sie bedürfen einer täglichen Reinigung und Pflege.

Welche Produkte nun für welche Füße geeignet sind, hängt von ihrer Beschaffenheit ab: Ist die Haut sehr trocken, gibt es Blasen, Schwielen oder besteht eine vermehrte Schweißproduktion? Ist man im Sommer bei höheren Temperaturen den ganzen Tag unterwegs, leiden die Füße besonders. Empfehlen Sie Ihren Kunden, flache Schuhe zu tragen, damit die Füße richtig abrollen und die Beine nicht so schnell ermüden.

Das Schuhwerk sollte möglichst atmungsaktiv sein, denn verschwitzte Füße riechen nicht nur unangenehm, sondern sind auch sensibler für kleine Verletzungen und Pilzinfektionen. Ein pflegendes Fußspray mit Harnstoff (Urea) und Allantoin dient der schnellen Erfrischung für zwischendurch. Es wirkt desodorierend, spendet der Haut Feuchtigkeit und verhindert zudem eine übermäßige Hornhaut.

Entspannung für die Füße  Am Ende eines warmen anstrengenden Tages sehnt man sich nach Abkühlung und Entspannung. Ein belebendes Cremefußbad mit Speik und Lavendel ist da genau das richtige. Anschließend wird das Pflegeprogramm durch eine kühlende Fußmassage mit einem Pfefferminzöl und Menthol enthaltenden Frische-Balsam abgerundet. Diese ätherischen Öle stimulieren Kälterezeptoren der Haut und vermitteln so ein angenehm erfrischendes Gefühl. Wird der Balsam vor der Anwendung im Kühlschrank gelagert, stellt sich der Effekt schon beim Einreiben ein.

WOHLTUENDE ABKÜHLUNG FÜR FÜSSE UND BEINE
+ kalte Wadenwickel oder kalte Fußbäder
+ Vorsicht: kein eiskaltes Wasser, um den Kreislauf nicht zu sehr zu strapazieren
+ pflegendes Fußspray für unterwegs
+ Frische-Balsam für die anhaltende Erfrischung der Füße

Wichtig ist, dass die verwendeten Produkte Substanzen enthalten, die der strapazierten Haut Feuchtigkeit zurückgeben und trockene Partien wieder geschmeidig machen. Trockene Haut hat nämlich ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Rissen und verliert mehr Wasser. Deshalb gleicht eine gute Pflege den Mangel an Feuchtigkeit und Lipiden aus und macht die Haut wieder geschmeidig. So wird ihre Barrierefunktion stabilisiert und Erreger wie Pilzsporen dringen nicht so leicht ein.

Fußschweiß  Transpirieren ist gerade im Sommer und unter körperlicher Anstrengung ein ganz normaler physiologischer Vorgang. Er kühlt durch die entstehende Verdunstungskälte die Haut und den Körper. Stecken die Füße fast den ganzen Tag in Socken und atmungsundurchlässigen Schuhen, verdunstet der Schweiß nicht richtig, der Kühlungseffekt, der durch das Verdampfen normalerweise entsteht, ist nicht optimal, sodass der Fuß noch mehr schwitzt.

Wichtig zu wissen: Frischer Schweiß ist geruchslos. Erst die Bakterien der Haut zersetzen die enthaltenen Proteine und Fettsäuren zu Schwefel- und Stickstoffverbindungen, die den charakteristischen Fußgeruch vermitteln. Eine wirksame Fußdeo-Creme, die am Abend aufgetragen wird, schützt den ganzen Tag vor störendem Geruch.

Bewährt im Kampf dagegen hat sich eine Kombination aus mikronisiertem Zinkoxid und konzentriertem Manuka-Extrakt. Beide Inhaltsstoffe wirken antibakteriell und reduzieren so die Zahl an schweißzersetzenden Bakterien. Die Verwendung von Manuka als Konzentrat hat den Vorteil, dass zum einen eine höhere Wirkstoffintensität pro Anwendung erzielt wird, sich der geruchsreduzierende Effekt also optimieren lässt. Zum anderen werden bei der Veredelung des Öls Substanzen herausgefiltert, die nicht wirksam sind, dem ursprünglichen Manukaöl jedoch einen markanten, gewöhnungsbedürftigen Eigengeruch verleihen.

In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Kombination aus Zinkoxid und Manuka-Extrakt über mindestens 24 Stunden vor Fußgeruch schützt. Bei der Bekämpfung kommt es ferner darauf an, die Haut gleichzeitig zu pflegen. Durch die Schweißansammlung quillt diese nämlich leicht auf, sodass eine Infektion mit Pilzen und Keimen droht. Idealerweise enthält eine Fußdeo-Creme daher ergänzende pflegende Inhaltsstoffe wie Jojobaöl und Aloe vera.

Sportlerfüße  Im Sommer zieht es die vielen Freizeitsportler nach draußen: Joggen, Wandern, Fußballspielen, aber auch Extremsportarten wie Marathonläufe oder Klettertouren fordern unseren Füßen eine Menge ab. Dabei ist das richtige Schuhwerk eine wichtige Vorraussetzung. Dennoch sind Schwielen, Blasen, schwitzende Füße und übermäßige Hornhautbildung ganz häufig Reaktionen auf diese Belastung. Ist diese zu hoch oder werden zu enge Schuhe getragen, kann es zu einer übermäßigen Verdickung der Hornhaut kommen. Dann verliert die Haut ihre Elastizität und kann sogar reißen, es bilden sich Rhagaden oder Schrunden.

Diese sind für die Betroffenen schmerzhaft und können zudem Eintrittspforte für Infektionserreger sein. Damit es nicht soweit kommt, sollte die Haut täglich mit einer lipidhaltigen Creme gepflegt werden. Harnstoff (bis zu zehn Prozent) unterstützt dabei die Bindung von Feuchtigkeit in der ausgetrockneten Haut. Außerdem lindert er den Juckreiz, löst in höheren Konzentrationen abgestorbene Hautschuppen ab und unterstützt so die Aufnahme von schützenden Substanzen in die Haut. Weitere Wirkstoffe können den Urea-Effekt verbessern.

TIPPS GEGEN BLASENBILDUNG
+ Socken und Schuhe sollten die richtige Größe haben und zueinander passen
   (keine Socken in hohen Bergstiefeln!)
+ Ziehen Sie die Socken glatt, sodass sie beim Laufen nicht scheuern
+ Schnüren Sie die Schuhe so, dass die Füße genug Halt haben, aber keine 
   Druckstellen oder Blasen entstehen
+ Halten Sie Ihre Füße trocken, feuchte Haut weicht auf und wird empfindlicher
+ Entfernen Sie frühzeitig Fremdkörper im Schuh oder in der Socke
+ Schützen Sie empfindliche oder gefährdete Hautstellen, zum Beispiel mit
   Druckschutzartikeln aus elastischem Polymer-Gel

Algenextrakte etwa sind reich an Mineralien und erhöhen den Wassergehalt der Haut. Allantoin aus der Rosskastanie wiederum kann die hornhautreduzierende Wirkung von Harnstoff optimieren. Wichtig ist darüber hinaus ein ausreichender Fettgehalt, der sich durch die Auswahl hautfreundlicher Öle in der Cremegrundlage gewährleisten lässt.

Avocado- und Sanddornöl zum Beispiel sind reich an gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, die für die hauteigene Lipidsynthese benötigt werden. Diese Lipide verbessern den Verbund der Hornzellen und verhindern dadurch die übermäßige Verdunstung von Wasser. Einige Produkte enthalten zusätzlich ätherische Öle, zum Beispiel Farnesol, die einen desinfizierenden und antimikrobiellen Effekt haben.

Gerade bei Sportlern, die viel schwitzen und sich häufig in Umkleidekabinen und gemeinschaftlich genutzten Duschräumen aufhalten, ist das Pilzrisiko ausgeprägt. Für sie ist deshalb eine Pflegecreme, die vor Fußpilz schützt, eine sinnvolle Investition. Werden Sportschuhe häufig getragen, sollten allerdings nicht nur die Füße prophylaktisch mit antimycetisch wirksamen Cremes behandelt werden. Bestimmte Fußdeos enthalten antimikrobielle Wirkstoffe. Ein solches Spray können Sportler jederzeit auch als Schuhdeo einsetzen und so verhindern, dass sich Pilzkulturen ansammeln, überdauern und somit beim nächsten Tragen auf die Haut gelangen.

ZEHENNÄGEL SELBST SCHNEIDEN
Tipps von Carmen Lantzsch, Podologin, Langenlonsheim:
+ Die Fußnägel in einem warmen Fußbad erweichen
+ Die Nägel mit einer Nagelzange gerade abschneiden
+ Auf die richtige Nagellänge achten – nicht zu kurz und nicht zu lang!
+ Die Schnittflächen mit einer Sandfeile nachfeilen, um Einreißen und Brechen der
   Nägel zu vermeiden
+ Die Nagelunterflächen von Staub und Schmutz reinigen
+ Falls die Zehennägel doch mal einwachsen, an einen Podologen wenden!

Nagelpflege  Die Länge der Fußnägel ist gerade für Sportler mit engen Schuhen und punktuellen Belastungen ein Problem, zum Beispiel bei Balletttänzern oder bei Fußballspielern. Sie dürfen nicht zu lang und nicht zu kurz sein. Wer öfters mit eingewachsenen Zehennägeln zu tun hat, weiß, wie schmerzhaft und unangenehm das sein kann. Da hilft oft nur noch der Podologe.

Manche Fußnägel neigen von ihrer Form dazu, ins Fleisch zu wachsen, wenn man nicht die richtige Nagelpflege betreibt. Wichtig ist, immer gerade, möglichst mit einer speziellen Nagelzange, zu schneiden. Diese bringt die Nägel direkt in die richtige Form. Fußnägel sollten mindestens alle vier Wochen gekürzt werden, denn lange Nägel stoßen an die Schuhkappen und können Blutergüsse erzeugen. Zu kurze Nägel bergen die Gefahr für Entzündungen und Pilzbefall.

Spezielle Schutzstifte mit Panthenol, Bisabolol und Vitamin E verbessern die Elastizität des Nagels und vermindern den Verlust an Feuchtigkeit. Ein Zusatz des Antimycetikums Clotrimazol wirkt einer möglichen Nagelpilzinfektion entgegen.

Mal die Beine hochlegen  Ob nach einer anstrengenden Wanderung oder nach einem erfolgreichen Fußballspiel – nicht nur unsere Füße, sondern auch die Beine haben nun etwas Erholung verdient. Ein pflegender Kräuterbalsam für Bein und Fuß sorgt für eine glatte angenehme Haut und die richtige Regeneration nach körperlichen Strapazen. Bestandteile der Rosskastanie, der Kamille und der Zaubernuss sowie Menthol und Panthenol wirken zusammen adstringierend, reizlindernd und pflegend. Empfehlen Sie Ihren Kunden damit eine wohltuende Fußmassage.

Den vollständigen Artikel finden Sie auch in Die PTA IN DER APOTHEKE 08/09 ab Seite 76.

Dr. Katja Renner, k.k.renner@t-online.de

Stichworte: Allantoin, Blasen, Fuß, Fußdeo, Fußnagel, Fußpilz, Fußschweiß, Füße, Harnstoff, Hornhaut, Manuka, Nagelpflege, Schrunden, Schweißfüße, Schwielen, Urea, Zinkoxid

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