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Kleine Ursache – große Wirkung. Eine kleine Fliege überträgt Erreger durch einen einzigen Stich. Was steckt dahinter, und was sollten Sie als PTA über diese Krankheit wissen?
Kennen Sie die Symptome von Malaria, die Dauer der Inkubationszeit und die Übertragungswege? Laut Robert Koch-Institut ist Malaria die häufigste Tropenkrankheit in Deutschland. Weltweit spricht man sogar von der „Menschheitsgeißel Malaria“. Ging man in der Vergangenheit von vier für den Menschen gefährlichen Erregern aus, nämlich Plasmodium (P.) falciparum, P. Vivax, P. ovale und P. malariae, so häufen sich Meldungen aus Südostasien über einen fünften, P. knowlesi. Dieser war bisher nur als Malariaerreger bei Javaner-und Schweinsaffen bekannt.
Nun scheint sich die genealogische Verwandtschaft zwischen Menschen und Affen auch auf die Übertragungsmöglichkeit von Infektionskrankheiten zu beziehen. Zumindest wurde der bei den Primaten bekannte Malariaerreger in jüngster Zeit auch beim Menschen nachgewiesen. Ganz aktuell bei Schimpansen entdeckt: P. gaboni. Auch dieser Malariaerreger könne laut den Forschern für den Menschen gefährlich werden.
Überblick Einen ersten Eindruck über die Krankheit verschaffen Sie sich bei Wikipedia. Hier erfahren Sie zum Beispiel, dass sich der Begriff „Malaria“ aus dem italienischen „mal’aria“ ableitet, also „schlechte Luft“ bedeutet, auch „Sumpf-“ oder „Wechselfieber“ genannt und durch den Stich einer Mücke übertragen wird. Diese kann in der heutigen Zeit aufgrund der modernen interkontinentalen Verkehrsmöglichkeiten auch außerhalb der Malariagebiete durch eingeschleppte Moskitos die so genannte „Flughafen-Malaria“ auslösen. Dabei werden in erster Linie Personen im direkten Umfeld von Flughäfen angesteckt. Auf jeden Fall lohnt sich ein Klick auf die englischsprachige Homepage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) www.who.int. Die WHO ist die oberste Instanz für globale Gesundheitsfragen bei den Vereinten Nationen und setzt die Normen und Standards.
Empfehlungen zum Thema Erkundigen Sie sich auf www.tropenmedizin.de unter „Informationen“ und dann unter „Malaria“ näher zu Bedeutung, Übertragungsweg, Inkubationszeit und Symptomen der Krankheit. Auf dieser Internetseite wird unter anderem die Möglichkeit angeboten, sich telefonisch oder schriftlich über Prophylaxemöglichkeiten zu informieren. Auf www.dtg.org bietet die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V. Informationen und Hinweise zu Tropen- und reisemedizinischen Themen, darunter natürlich auch Malaria.
Interessant ist die Option, sich eine Malariaverbreitungskarte sowie Empfehlungen zur Prophylaxe und Behandlung als PDF-Datei herunter zu laden. Viele Beiträge zum Thema hält die Homepage www.aerztezeitung.de bereit. Geben Sie einfach den Begriff „Malaria“ ein. Sie finden dort auch Artikel über den neuen Malariaerreger beim Menschen, über die bisher genauesten Malariaverbreitungskarten oder über eine Initiative, die Malariamittel in elf besonders betroffenen Ländern erschwinglich machen will („Moderne Malariamittel für Arme“).
Die Seite www.fit-for-travel.de ermöglicht Ihnen eine Einschätzung der Malariasituation in unterschiedlichen Reisegebieten. Bei der Länderinformation können Sie die Malariaregionen von über 300 Urlaubszielen abfragen. In der Rubrik „Malariavorbeugung“ bekommen Sie Ratschläge, wie man sich optimal vor dieser Tropenkrankheit schützen kann.
Reisemedizin Beim Robert Koch-Institut www.rki.de gibt es weiterführende Berichte zur Epidemiologie, Diagnostik, Prävention und auch zur Therapie.
Unter www.auswaertiges-amt.de können Sie sich Merkblätter des Gesundheitsdienstes nicht nur zu Malaria, sondern auch allgemein über Krankheitsprävention im Ausland herunterladen. Ein Kraut gegen den Killer Suchen Sie doch mal auf den Seiten der großen Tageszeitungen Berichte über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet. Bei www.sueddeutsche.de finden Sie zum Beispiel unter „Malaria“ neben verschiedenen Abhandlungen auch den Beitrag „Die mächtige Malaria“. Unter www.netdoktor.de gibt es unter anderem Informationen zu Resistenzzonen der Erreger gemäß der WHO. Außerdem erhalten Sie beim Netdoktor Auskunft über Vorbeugung und Behandlung sowie allgemein Wissenswertes zu Malaria.
Weitere Homepages mit Infos zum Thema sind www.onmeda.de, außerdem www.planet-wissen.de und www.aerzte-ohne-grenzen.de. Wie heißt es so schön: Man soll aus einer Mücke keinen Elefanten machen. Im Hinblick auf die Malaria hätten wir allerdings alle lieber einen Elefanten in der Wohnung als einen Moskito.
Barbara Schulze-Frerichs, PTA, Ursula Tschorn, Apothekerin
Stichworte: Datenbanken, Internet, Malaria, Recherche, Tropenkrankheit