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Sie heißen Perfektionisten, jene Menschen, denen 99 Prozent noch lange nicht genug sind, die nach Fehlerfreiheit und Vollkommenheit – und damit nach Unmöglichem – streben. Experten unterscheiden den introvertierten Typus, der unerbittlich gegen sich selbst ist und sich damit quält, vom extrovertierten Typus. Dieser sieht Fehler und Schwächen vorwiegend bei seinen Mitmenschen, kritisiert sie und leidet unter ihnen. Beide sind fehler- statt erfolgsorientiert. Perfektionisten sind nie zufrieden, da sie ihr Ziel nie erreichen. Unter dem ewigen Suchen nach Fehlern bei sich und anderen leidet das innere und äußere Betriebsklima beinahe zwangsläufig.
Bei Betroffenen kommt es häufig zum Burn-out-Syndrom und zu Depressionen. Bei introvertierten Perfektionisten entstehen darüber hinaus frustrierende Schuldgefühle: Sie verlangen von sich im Nachhinein, sie hätten vorhersehen müssen, was sie mit ihrem Verhalten anrichten. Bei Misserfolgen verurteilen sie nicht ihr Handeln, sondern sich als Menschen. Sie machen sich für Dinge verantwortlich, über die sie nur bedingt Kontrolle haben. Bevor uns der Perfektionismus krank oder einsam macht, sollten wir ihm ein Schnippchen schlagen. 05/08
Ute Jürgens
Den vollständigen Artikel finden Sie in Die PTA in der Apotheke 05/08 ab Seite 30.
Ute Jürgens
Stichworte: Betriebsklima, Kollegen, Kommunikation, Perfektionismus, Perfektionist, Schuldgefühle