Aktion

Compliance fördern

Foto: Bilderbox
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„Therapietreue“ wird seit Jahren in zahlreichen Veröffentlichungen diskutiert. Wie können wir in der Apotheke gezielt die Motivation der Patienten fördern? Wo liegen die Ursachen für eine mangelnde Bereitschaft des Patienten, den Anweisungen des Arztes zu folgen?

Es ist bekannt, dass die Compliance leidet, wenn Patienten viele Arzneimittel gleichzeitig einnehmen müssen. Bei der Untersuchung einer Patientengruppe mit kardiovaskulären Erkrankungen zeigte sich Therapietreue über das gesamte Jahr nur bei 54 Prozent der Teilnehmer. Faktoren, die mit einer schlechten Compliance einhergehen, sind fortgeschrittenes Alter, weibliches Geschlecht, schlechte Ausbildung und die Gabe von Antidepressiva. Auch fehlender Leidensdruck wie bei Diabetes oder Bluthochdruck verführt die Erkrankten zur Nachlässigkeit.

Insgesamt werden etwa ein Viertel aller verordneten Medikamente nicht oder nicht so wie vorgesehen eingenommen. Non-Compliance gehört damit zu den größten Problemen bei der Arzneimitteltherapie. Die daraus resultierenden Kosten werden für das deutsche Gesundheitswesen auf etwa zehn Milliarden Euro jährlich geschätzt. Diese ließen sich durch einfache Verhaltensänderungen vermeiden. Bedenkt man, dass sich die Gesamtausgaben der GKV in Deutschland im Jahr 2006 auf 137 Milliarden Euro beliefen, wird die immense Bedeutung der Compliance klar. 01/08

Ute Jürgens

Den vollständigen Artikel finden Sie in Die PTA in der Apotheke 01/08 ab Seite 13.

Ute Jürgens

Stichworte: Compliance, Dosierbox, Dosierhilfe, Kommunikation, Medikamente einnehmen, Motivation, Non-Compliance, Patient, Patientenberatung, Therapie, Therapietreue, aktives Zuhören

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